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Pflegefachleute rekrutieren: «Wir brauchen kreative Arbeitgeber»

Unter der Leitung des Wiler Kantonsrats Dario Sulzer diskutierten am Dienstagabend an einem Anlass der SP Werdenberg nebst Barbara Gysi und Katja Hornung auch Domenika Schnider, Leiterin Haus Wieden, sowie Pia Zurbrügg, Fachfrau Gesundheit und Berufsbildnerin.
Hanspeter Thurnherr
Informierten und diskutierten zum Thema «Pflege»: Pia Zurbrügg, Domenika Schnider, Moderator Dario Sulzer, Katja Hornung, Barbara Gysi und Katrin Schulthess (von links). (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Informierten und diskutierten zum Thema «Pflege»: Pia Zurbrügg, Domenika Schnider, Moderator Dario Sulzer, Katja Hornung, Barbara Gysi und Katrin Schulthess (von links). (Bild: Hanspeter Thurnherr)

«Wir werden bis 2030 bis zu 65000 neue Pflegefachleute brauchen. Wie können wir dies erreichen?», fragte Sulzer. «Die Langzeitpflege gilt als unattraktiver Bereich, da sind wir alle gefordert, ihr Image und die Bedingungen zu verbessern. Denn ein Altersheim ist heute ein Ort des Lebens», sagte Schnider. Die Arbeitgeber könnten zum Beispiel mit passenden Arbeitszeitmodellen, verstärkter Weiterbildung und einer Kultur der Wertschätzung viel dazu beitragen.

Ausbildung stärken, mehr Praxisplätze bieten

Auch für Pia Zurbrügg ist klar: «Wir müssen die Ausbildung stärken, Barrieren herabsetzen, mehr Praxisplätze anbieten. Zudem ist der Lohn während einer Weiterbildung zu klein.» Dabei ist ihr bewusst:

«Pflege kostet, aber wir verhindern durch gute Pflege hohe Folgekosten.»

«Wie kann man Fachleute länger im Beruf halten?», fragte Sulzer. Für Gysi ist der zunehmende Druck und das «Minütelen» ein Problem. Zudem seien die unregelmässigen Arbeitszeiten nicht familiengerecht und der Lohn angesichts der Verantwortung nicht sehr hoch. Zu den Chancen des Gegenvorschlags zur Pflegeinitiative sagte sie: «Einige Verbände stehen dahinter. Er bekommt auch Unterstützung von Ärzten.»

Mittel nutzen, um etwas zu verändern

Katja Hornung sieht, dass im Studiengang für Bachelor viele junge Männer sind, die sich als «akademische Pflegende» verstehen. Netzwerke, Praxis verändern, technische Möglichkeiten etwa für Online-Studium nutzen, seien Mittel, um etwas zu bewegen. «Wir brauchen aber auch kreative Arbeitgeber. Manche von ihnen und ihre Unternehmenskultur hinken der Hochschule hinterher», sagte sie.

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