Pflege der Gewässer-Böschungen in Buchs ist nötig, auch wenn Blumen wunderschön blühen

Der Zustand der Gewässer-Böschungen in der Stadt Buchs ist bisweilen Anlass für Unmut. Manche Bürger ärgern sich, dass prächtig blühende Blumenwiesen gemäht werden, anderen sind die in den «englischen Rasen» hängenden langen Grashalme ein Dorn im Auge.

Katharina Rutz
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Die Pflege der Böschungen erfolgt in Buchs nach Plan.

Die Pflege der Böschungen erfolgt in Buchs nach Plan.

Bild: PD

«Was hat sich unser Stadtgärtner nur dabei gedacht?», fragt sich Leser Alois Ruch. «Eine prächtig blühende Blumenwiese wurde wohl ohne Nutzen und ohne Grund in voller Blüte dem Erdboden gleichgemacht. Biodiversität scheint in der Stadt Buchs wohl ein Fremdwort...», so sein Kommentar zu diesem Foto.

Dem widerspricht allerdings Ludwig Altenburger, Stadtrat und Präsident der Naturschutzkommission in Buchs. Er sagt:

«In der Stadt Buchs gibt es sehr viele Gewässer und entsprechend viele Bachböschungen. Diese werden nach einem Pflegeplan geschnitten.»

Dieses Mähregime ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Grundsätzlich sei die Pflege der Böschungen durch Mähen aber wichtig, da die Wiesen sonst mit der Zeit verbuschen würden. Zudem habe ein grosser Teil der Blumen zum jetzigen Zeitpunkt bereits versamt, gibt Ludwig Altenburger zu bedenken.

Ein grosser Teil der Blumen habe schon versamt, sagt Stadtrat Ludwig Altenburger.

Ein grosser Teil der Blumen habe schon versamt, sagt Stadtrat Ludwig Altenburger.

Symbolbild

Nicht alle Böschungen gleichzeitig möglich

Normalerweise sind die Mitarbeiter der Stadt für das Mähen verantwortlich. Diese können nicht alle Böschungen gleichzeitig mähen und haben auch einmal Ferien. «Deshalb müssen wir die Böschungen gestaffelt schneiden», so Altenburger auf Anfrage des W&O. In der Regel werde jeweils nur die Böschung auf einer Seite des Bachs gemäht und die andere bleibe stehen. Dies ist auch auf dem Bild ersichtlich. Weiter wird ganz am Rand der Böschung am Wasser ein Streifen stehengelassen. «Dies geschieht auf Empfehlung des kantonalen Amtes für Natur, Jagd und Fischerei und dient den Fischen im Bach.»

Gegenteilige Rückmeldungen aus Bevölkerung

Bei dieser Böschung am Bahnhof in Buchs seien die Pflanzen zudem in den Geh- und Radweg gewachsen, was einen Pflegeschnitt ebenfalls nötig gemacht habe, so Altenburger. Die Renaturierung dieses Abschnitts wurde mit der Bahnhofplatzgestaltung realisiert. Bei Neugestaltungen wie dieser werde für mindestens zwei Jahre ein «Pflegeauftrag» an die Gartenbaufirma vergeben, welche die Böschung bepflanzt hat. Ludwig Altenburger zeigt aber Verständnis dafür, dass einige es schade um die schönen Blumen finden. Allerdings gebe es auch immer wieder gegenteilige Rückmeldungen aus der Bevölkerung.

«Einige fragen dann, warum das Gras so lange stehengelassen wird.»

Beispielsweise dort wo die Böschung an einen «englischen Rasen» angrenze und dort hineinwachse.