Petra Vetsch ist die neue Schulratspräsidentin von Sevelen: «Da kommt eine Herausforderung auf mich zu.»

Mit 591 Stimmen ist Petra Vetsch am Sonntag zur neuen Seveler Schulratspräsidentin gewählt worden. Andi Götz erhielt 564 Stimmen. Damit konnte er den Rückstand aus dem 1. Wahlgang deutlich verkleinern.

Hanspeter Thurnherr
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Die neue Schulratspräsidentin Petra Vetsch durfte am Sonntagabend im Schulhaus Galstramm zahlreiche Gratulationen entgegennehmen.

Die neue Schulratspräsidentin Petra Vetsch durfte am Sonntagabend im Schulhaus Galstramm zahlreiche Gratulationen entgegennehmen. 

Bild: Hanspeter Thurnherr

Mit dem knappen Vorsprung von 27 Stimmen gewann Petra Vetsch gestern Sonntag den zweiten Wahlgang für das Schulratspräsidium. Die von der FDP und SVP unterstützte parteilose Kandidatin erreichte 591 Stimmen. Der von der SP unterstützte parteilose Andi Götz erhielt 564 Stimmen. Urs Spirig folgt mit 136 Stimmen abgeschlagen auf dem dritten Rang.

Die Wahlbeteiligung war mit über 51 Prozent erstaunlich hoch. Im ersten Wahlgang im Herbst hatte sie gut 41 Prozent betragen. Damals erreichte Petra Vetsch 504 Stimmen, Andi Götz 440 und Urs Spirig 239.

Petra Vetsch: gebührender Respekt vor dem neuen Amt

«Ich freue mich riesig über das Ergebnis, habe aber auch gebührenden Respekt vor dem neuen Amt. Da kommt eine Herausforderung auf mich zu», sagte Petra Vetsch, nachdem das Endergebnis bekannt war. Sie habe sich in der acht Monate langen Zeit des Wahlkampfes auf die neue Aufgabe vorbereiten können und gute Rückmeldungen von anderen Schulräten und der Bevölkerung erhalten. Zum knappen Ausgang sagte sie:

«Ich habe mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Andi Götz gerechnet. Wir haben beide viele Stimmen zugelegt.»

Die Wahlbeteiligung sei wider Erwarten gestiegen. Denn diesmal sei nicht gleichzeitig eine eidgenössische oder kantonale Wahl gewesen. «Andererseits wurde mir immer wieder gesagt, dass schon lange nicht mehr so heiss um eine Schulpräsidiumswahl diskutiert wurde. Es war also ein wichtiges Thema, das die Bevölkerung in Bewegung brachte. So gesehen, ist die hohe Wahlbeteiligung dann nicht mehr ganz so überraschen», ergänzte Petra Vetsch.

Andi Götz: Etwas bitter und trotzdem Freude

Das Ergebnis sei tatsächlich knapp ausgefallen und das sei schon etwas bitter, sagte der unterlegene Kandidat Andi Götz. Hätte er ähnlich knapp gewonnen, wäre dies andererseits für Petra Vetsch bitter gewesen.

«Ich habe mich aber gefreut, dass ich fast 30 Prozent an Stimmen zulegen konnte. Es ist schön, dass mich so viele unterstützt haben.»

Mit dem Ergebnis könne er leben. «Petra Vetsch wird den Job gut machen. Ich habe ihr auch schon gratuliert und alles Gute gewünscht», sagte er dem W&O. Erstaunt sei er über die hohe Wahlbeteiligung. «Es ist aber vor allem demokratiepolitisch erfreulich. Beide Seiten haben offenbar gut mobilisiert.»

Der dritte Kandidat, Urs Spirig, hat diesmal deutlich weniger Stimmen erhalten als noch im ersten Wahlgang. Ein Teil seiner damaligen Stimmen dürfte sich auf Petra Vetsch und Andi Götz aufgeteilt haben. Aus Spirigs Statement ist darum Enttäuschung herauszulesen. «Ich danke allen, die für mich gestimmt haben, und wünsche der neu gewählten Schulratspräsidentin eine sichere Hand und gutes Gelingen in ihrem neuen, anspruchsvollen Amt.»