Perspektiven von zwei Schwestern sind in Gams zu sehen

Unter dem Motto: «Ein Thema – zwei Perspektiven» zeigen Marlene Fäh und Chris Zwingli ihre Werke in Form von Malerei und Skulpturen.

Adi Lippuner
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«Ein Thema – zwei Perspektiven» unter diesem Titel präsentieren Chris Zwingli (links) und Marlene Fäh ihre Werke.

«Ein Thema – zwei Perspektiven» unter diesem Titel präsentieren Chris Zwingli (links) und Marlene Fäh ihre Werke.

Bilder: Adi Lippuner

Zwei Schwestern haben mit der Malerei und dem Schaffen von Skulpturen ein gemeinsames Hobby entdeckt. Coronakonform konnten Besucherinnen und Besucher über das Wochenende in der Gamser Karmaad, anlässlich eines Tages der offenen Türe ihre neuesten Werke bewundern.

Die beiden Schwestern Marlene Fäh und Chris Zwingli halten fest, dass sie Massnahmen zur Vorbeugung gegen die Verbreitung der Covid-19-Pandemie getroffen hatten:

«Wir haben für unsere zweite Ausstellung ganz bewusst keine Vernissage organisiert, sondern die Türe geöffnet, damit jeweils nur wenige Leute im Raum sind.»

Der hohe Raum mit Sichtbeton, der Lichteinfall durch die grosszügigen Fenster, an den Wänden Bilder, mit verschiedenen Techniken Acryl auf Leinwand, ergänzt mit Figuren aus Gips: all das vermittelt ein Kunsterlebnis der besonderen Art. Mitten im Raum stehen zudem 20 schmale Figuren, geschaffen aus Beton, stabilisiert durch einen Eisensockel. Diese Werke können sowohl im Innen- als auch im Aussenbereich als Blickfang dienen und werden, genau wie die Bilder, auf Wunsch verkauft.

Beim Gang durch die Ausstellung taucht auch immer wieder die Frage auf: «Wer von den beiden Schwestern hat nun welches Werk geschaffen?»

Thematisch und nach Farbe geordnet

Zwar sind die einzelnen Bilder mit den Namen der jeweiligen Künstlerin signiert und geben Auskunft, welche der beiden begabten Frauen das Werk geschaffen hat. Von Chris Zwingli ist, begleitet von einem frohen Lachen, zu erfahren:

«Für uns ist nicht entscheidend, wer was malt, wir haben die Bilder einfach nach Farben und Themen geordnet aufgehängt.»

Sie ist die reisefreudige der beiden Schwestern, lebte sie doch einige Zeit in Mexiko und in Italien. Einen anderen Lebensweg hat ihre Schwester Marlene Fäh gewählt. Aufgewachsen in Buchs als Tochter des Fahrlehrers Blaser, zog es Marlene zwei Dörfer weiter nach Gams. In ihrem Raum für Bewegung, Kraft und Stille gibt sie Yoga und Pilates-Unterricht und hat diesen nun für die zweite Gemeinschaftsausstellung umfunktioniert, welche sie zusammen mit ihrer Schwester Chris Zwingli verwirklichte.

«Die Bilder bleiben auch nach dem Wochenende der offenen Türe hängen und wer sich dafür interessiert, kann diese, auf Voranmeldung, besichtigen», so Marlene Fäh gegenüber dem W&O.

Ein schwesterliches Gemeinschaftswerk beim Eingang

Während die einzelnen Bilder und Skulpturen von jeder Künstlerin allein geschaffen wurden, findet sich beim Eingang ein Gemeinschaftswerk. Unter dem Titel «Der Weg» haben die beiden mit Acryl und Autolack ein grossformatiges Bild mit einer spannenden Beschreibung realisiert. «Nicht nur Freude bringt das Dasein, auch Trauer gehört dazu, um wachsen zu können. Nimm jeden Moment und geh vorwärts auf deinem Weg. Befreie dich aus der Dunkelheit und folge dem Licht, so wirst du eins mit allem»: so lautet die sehr persönliche Bildbeschreibung.

Nicht zu vergessen die eindrücklichen Tierfiguren, welche auf Altholzsockel montiert sind. Es handelt sich dabei um kleinere und grössere Kühe in ganz verschiedenen Formen und Farben. Die Künstlerinnen haben dabei ihre Fantasie ausgelebt und erfreuen mit ihren Werken die Augen der Betrachter.