Para-EM Leichtathletik
«Jede Medaille bedeutet mir viel»: Dem 13. EM-Podest von Alexandra Helbling ging ein harter Zweikampf auf der Zielgeraden voraus

Im zweiten EM-Wettkampf hat es geklappt: Die in der Gemeinde Wartau aufgewachsene Alexandra Helbling sichert sich im 400-Meter-Rennen die bronzene Auszeichnung.

Robert Kucera
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Kampf um den dritten Platz über 400 Meter: Alexandra Helbling (rechts) setzt sich schliesslich knapp gegen Melanie Woods aus Grossbritannien durch und holt sich ihre 13. EM-Medaille.

Kampf um den dritten Platz über 400 Meter: Alexandra Helbling (rechts) setzt sich schliesslich knapp gegen Melanie Woods aus Grossbritannien durch und holt sich ihre 13. EM-Medaille.

Tadeusz Skwiot

Was Alexandra Helbling über 100 Meter verwehrt blieb, holte sie am Donnerstagabend im Rennen über 400 Meter nach und sicherte sich ihre erste Medaille an der Para-EM Leichtathletik im polnischen Bydgoszcz. «Ich freue mich sehr darüber», sagt die Wartauerin, die mittlerweile in Nottwil wohnhaft ist, fröhlich am Telefon.

Es ist die insgesamt 13. Medaille für Helbling an Europameisterschaften und die siebte bronzene Auszeichnung. Für sie keine Selbstverständlichkeit, wie die 27-Jährige festhält:

«Jede Medaille bedeutet mir viel.»

In einem spannenden Rennen der Kategorie T54 setzte sich die Deutsche Maria Merle Menje an die Ranglistenspitze. Dahinter wurde es eng: Die zweitplatzierte Türkin Zubeyde Supurgeci querte die Ziellinie 0,5 Sekunden vor Alexandra Helbling, die Schweizerin blieb ihrerseits um nur 0,33 Sekunden vor Melanie Woods aus Grossbritannien.

Vom Start weg, so erzählt Helbling, sei es ihr im Rennen gut gegangen und sie war auf Bronze-Kurs. «Doch auf der Zielgerade war es ein harter Kampf. Ich habe die Räder meiner Konkurrentin schon gesehen», blickt sie zurück. Den Angriff von Woods konnte sie aber erfolgreich abwehren.

In ihrem abschliessendem Wettkampf am Freitagabend, dem 800-Meter-Rennen, klappte es mit der angestrebten Medaille aber nicht. Bei Halbzeit lag sie noch auf Position 3, das Feld war noch eng beieinander. Gleich nach dem Glockenton, der die letzte 400er-Runde einläutete attackierte die Niederländerin Nikita den Boer, Alexandra Helbling hatte dem nichts mehr entgegen zu setzen und beendete das Rennen mit über drei Sekunden Rückstand aufs Podest auf Platz vier.