Ostschweizer Luchse sorgen im Pfälzerwald für Nachwuchs

Luchse, die im Rahmen eines Umsiedlungsprojektes von der Ostschweiz in den Pfälzerwald umgesiedelt wurden, sorgen dort für Nachwuchs.

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Luchs Lenn tappte in Alt St. Johann in die Kastenfalle, konnte dann aber wegen eines Herzfehlers nicht umgesiedelt werden.

Luchs Lenn tappte in Alt St. Johann in die Kastenfalle, konnte dann aber wegen eines Herzfehlers nicht umgesiedelt werden.

Bild: Urs Büchler

(ch) Wie Kora, die Schweizer Stiftung für Raubtierökologie und Wildtiermanagement, in einer Pressemitteilung schreibt, gibt es Nachweise auf zwei Luchswürfe mit insgesamt fünf Jungtieren im Biosphärenreservat Pfälzerwald in Deutschland. Zur Gründung einer neuen Luchspopulation sind dort seit 2016 20 Luchse freigelassen worden – zehn davon stammen aus der Schweiz. Da die Luchspopulation in der Nordostschweiz, deren Zentrum sich im Toggenburg und Werdenberg befindet, eine hohe Dichte aufweist, wurden hier drei weibliche Tiere eingefangen und in den Pfälzerwald umgesiedelt. Gefangen wurden die Luchse in Nesslau, Eichberg und Hintergoldingen.

Ist Gaupa wieder Mutter geworden?

Nun konnte ein Wurf mit drei Jungtieren im Streifgebiet von Luchsin Gaupa, die in der Ostschweiz gefangen wurde, festgestellt werden. Gaupa hat bereits 2019 ein Jungtier grossgezogen.

Ob Gaupa tatsächlich das Muttertier ist, kann noch nicht festgestellt werden. Das GPS-Sendehalsband von Gaupa sendet inzwischen keine Daten mehr. Luchse lassen sich aber auch über die Fellflecken individuell unterscheiden. Das kann mit Hilfe von Fotos gelingen. Daher versucht das Team der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz und der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft nun, das Muttertier und die Jungtiere erneut zu fotografieren und hat dazu Fotofallen im Gelände ausgebracht, heisst es in der Pressemitteilung von Kora weiter.

Wer die Elterntiere des zweiten nachgewiesenen Wurfs mit zwei Jungtieren sind, ist ebenfalls noch nicht bekannt.