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Operette Vaduz überzeugt mit regionaler Beteiligung

Am Freitagabend hiess es Vorhang auf für die grossartige Darbietung der Operettenbühne Vaduz mit der Operette «Der Bettelstudent» vom Komponisten Carl Millöcker.
Esther Wyss
Oberst Ollendorfs (Christian Büchel, Buchs) Rachepläne sind gelungen. Der Bettelstudent und Laura sind verheiratet. (Bild: Paul J. Trummer)

Oberst Ollendorfs (Christian Büchel, Buchs) Rachepläne sind gelungen. Der Bettelstudent und Laura sind verheiratet. (Bild: Paul J. Trummer)

Düster und von Vorahnungen geprägt ertönte die Ouvertüre der komischen Operette in drei Akten. Das Libretto stammt von Friedrich Zell und Richard Genée. Die Musik dazu hat der berühmte Komponist Carl Millöcker geschrieben. Stimmig intonierte das Sinfonieorchester Liechtenstein (SOL) die Ouvertüre unter der professionellen Leitung des Dirigenten William Maxfield und entführte das Publikum mitten in das Geschehen. Kaum lüftet sich der Vorhang, sieht man das Gefängnis umgeben von einem unüberwindlichen Gitter. Bauersfrauen erscheinen mit Körben voller Köstlichkeiten und bitten den Gefängniswärter Enterich, (Paul Erkamp) ihre gefangenen Männer besuchen zu dürfen.

Ein bunter Markt mit heiteren Szenen

Herrlich die Szene in der die Frauen den lüsternen Kerkermeister umgarnen. Das Bühnenbild ist von Leopold Huber, Kreuzlingen so gestaltet, dass die Umbauten mit wenigen Handgriffen zu bewerkstelligen sind und jeweils sofort ein neuer Spielort eingerichtet ist. Die Regisseurin Astrid Keller hat das Geschehen auf der Bühne rasant und temporeich inszeniert. Bunt ist das Treiben auf der Frühjahrsmesse. Der an einer Kette geführte Tanzbär und die marionettenhafte Spielpuppe mit ihren ruckartigen Bewegungen erfreuen die Marktbesucher. Besonderes Augenmerk gilt der Beleuchtung. Durch die unterschiedlich kräftige Farbgebung bekommt die Darbietung einen erfrischend modernen Touch. Die leuchtenden Farben erzeugen einen gefälligen Kontrast zu den teils üppigen Kostümen (Evelyne Fricker).

Hervorragende Solisten glänzen mit ihrem Können

Anna Gschwend, Sopran, brillierte in der Rolle der gräflichen Tochter Laura, die einen vermögenden Mann heiraten soll. Scheinbar mühelos erreichte sie auch die höchsten Töne. Christian Büchel, Bariton glänzte als Oberst Ollendorf. Die Rolle scheint auf ihn zugeschnitten. Mit seinem weichen Tenor begeisterte Michael Mogl als Bettelstudent und sein Freund Mindaugas Jankauskas, stand ihm als Jan Janicki in nichts nach. Regisseurin Astrid Keller hat die Operette mit grossem Einfühlungsvermögen inszeniert und mit dem Chor und dem Schauspiel der Solisten viel Bewegung in die Handlung gebracht.

Ein Spektakel für Aug und Ohr: Operettenbühne Vaduz feiert gelungenen Einstand. (Bild: Paul J. Trummer).

Ein Spektakel für Aug und Ohr: Operettenbühne Vaduz feiert gelungenen Einstand. (Bild: Paul J. Trummer).

Unter der versierten Leitung des Dirigenten William Maxfield begleitete das SOL die Solisten und den Chor differenziert. Leicht und beschwingt, transparent spielten die Musiker die weltbekannten Lieder «Ach, ich hab’ sie ja nur auf die Schulter geküsst», «Ich hab‘ kein Geld, bin vogelfrei» und «Ich knüpfte manche zarte Bande». Am liebsten würde man mitsingen. Die humorvolle Inszenierung ist gewürzt mit witzigen Dialogen. Die beschwingte Musik und das Intrigenspiel wurden vom Publikum mit herzlichem Lachen quittiert. Die zu den einzelnen Szenen passenden teils schlichten, teils prächtigen Kostüme verliehen den verschiedenen Szenen die passende Atmosphäre. Der Regisseurin zusammen mit den Solisten, dem Chor, dem Orchester und weiteren Mitwirkenden ist ein Gesamtkunstwerk gelungen. Die Operettenbühne Vaduz bescherte den zahlreich erschienen Zuschauern mit dieser Aufführung ein unterhaltsames Musikerlebnis und einen genussvollen, heiteren Abend.

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