Unterstützung aus Werdenberg für ein  Projekt in Indien unter dem Motto «Ohne Wasser kein Spital»

Der Verein Solidarität für eine Welt Buchs-Grabs-Sevelen unterstützt Spitalprojekt in Indien.

Hören
Drucken
Teilen
Der Rohbau des Spitals steht bereits.

Der Rohbau des Spitals steht bereits.

Bild: PD

Der Verein Solidarität für eine Welt unterstützt in diesem Jahr die Errichtung einer Wasseraufbereitungsanlage für das Spital in Helem im nordindischen Bundesstaat Assam.

Der vom Buchser Präsidenten Michael Zöhrer geführte Schweizer Verein Helemhealth kümmert sich um den Bau und die Finanzierung dieser Anlage. «Ein Spitalbetrieb ohne sauberes Wasser wäre fatal für die Körperhygiene sowohl von Patienten wie Ärzte und Pflegepersonal aber auch für die Wäscherei, den Putzdienst und nicht zuletzt für die medizinischen Geräte», verdeutlicht Michael Zöhrer. Deshalb soll eine Grundwasserpumpe erstellt, das Wasser mit einer Filteranlage gereinigt und die Verteilung im Gebäude sichergestellt werden.

Erste Einrichtung gilt Müttern und Kindern

Der Rohbau des Spitals steht bereits. Die zwei weiteren Helemhealth-Vereine in Österreich und Liechtenstein sind daran, das Spital mit moderner medizinischer Einrichtung sowie 40 Betten auszustatten. Als Erstes wird die Mutter-Kind-Station zur Versorgung von schwangeren Frauen und von Säuglingen eingerichtet. Assam hält den traurigen Rekord der höchsten Müttersterblichkeit in Indien.

Das Ziel der drei Vereine ist eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheitsversorgung der lokalen Bevölkerung. Denn heute ist die Situation prekär.

«In alle Richtungen sind es zum nächsten Spital mindestens sechs Stunden Autofahrt, sofern der Patient überhaupt transportfähig ist und wenn innert nützlicher Frist ein Krankenauto zur Verfügung steht»

Dies sagt Michael Zöhrer. Oft kann also den Patienten nicht geholfen werden.

Das Spital in Helem ist deshalb als Anlaufstelle für die Erstversorgung gedacht. Das heisst aber, dass weitere Ausbauschritte folgen müssen: Abwasserreinigungsanlage, zusätzliche Stationen und Spezialräume etwa für Röntgen, Ultraschall und Labor, Krankenautos sowie mehr Patientenzimmer.

Menschen in der Heimat helfen

Initiiert wurde Helemhealth durch Yaso Mahanta, Betreiber des Restaurants Schlössle Mahal in Vaduz, der aus Helem stammt. Mit dem Bau und der Einrichtung eines Krankenhauses möchte er den Menschen seiner Heimat helfen. Er engagiert sich seit über zwanzig Jahren für dieses Projekt und wird dabei von Menschen in unserer Region – unter anderem von Ärzten aus Vorarlberg – mit Rat und Tat unterstützt. (pd)

Mehr Infos gibt es am Stand von Solidarität für eine Welt am Chlaus- und Weihnachtsmarkt in Grabs und in den katholischen Gottesdiensten in Grabs, am Samstag, 7. Dezember, um 18 Uhr sowie in Sevelen am Sonntag, 8. Dezember, um 9 Uhr und in Buchs um 10.30 Uhr.