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Obertoggenburger Bäuerinnen und Landfrauen tagen in Alt St. Johann

Die Obertoggenburger Bäuerinnen erlebten am Mittwoch nicht nur einen unterhaltsamen Nachmittag, sie erhielten auch Tipps und Ratschläge für das Alter. Die Traktanden der Versammlung wurden speditiv behandelt.
Hansruedi Rohrer
Die alte Präsidentin Andrea Knaus (links) und die neue Präsidentin Heidi Looser (Mitte) begrüssen die Referentin Agnes Heiniger-Gmür. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Die alte Präsidentin Andrea Knaus (links) und die neue Präsidentin Heidi Looser (Mitte) begrüssen die Referentin Agnes Heiniger-Gmür. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Die vielen Bäuerinnen und Landfrauen aus dem Obertoggenburg erhielten an ihrer Tagung im Propsteisaal zuerst Kaffee und ein feines Stück Torte serviert. Organisiert wurde die jährliche Versammlung diesmal vom Bäuerinnenverein Alt St. Johann-Unterwasser zusammen mit der ehemaligen sowie der neuen Präsidentin Heidi Looser. Sie löste im Februar Andrea Knaus an der Spitze des Vereins ab. Viel Applaus erhielt das Jodelduett Edith und Marianne – mit musikalischer Begleitung durch Theres – aus dem Appenzellischen. Sie umrahmten die Tagung mit ihren Liedern und Zäuerli.

Gemeindepräsident Rolf Züllig überbrachte nicht nur die behördlichen Grüsse (mit gesponsertem Kaffee und Torte), er freute sich auch, an diesem farbenfrohen Nachmittag im Saal teilnehmen zu können. Rolf Züllig erläuterte auch kurz das bäuerliche Einkommen mit all den Nebengeräuschen. Er meinte damit unter anderem nicht nur das unterdurchschnittliche Einkommen in der Landwirtschaft, sondern auch die Alimentierung der Altersvorsorge.

«Die Landwirtschaft steht in der Schweiz manchmal zu sehr im Rampenlicht der Politik»

Dies sagte der Gemeindepräsident, der sich zum Bauernstand bekennt. Schliesslich stelle auch das Berufsbild der Bäuerin Anforderungen auf mehreren Ebenen, stellte er weiter fest. «Die Bäuerinnen stehen aber auch für Gemeinschaft und Zusammenhalt», und da ist Rolf Züllig den Obertoggenburger Bäuerinnen und Landfrauen dankbar.

Die Lebensfreude kann im Alter zunehmen

Unterhaltung mit dem Jodelduett Edith und Marianne an der Versammlung der Obertoggenburger Bäuerinnen. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Unterhaltung mit dem Jodelduett Edith und Marianne an der Versammlung der Obertoggenburger Bäuerinnen. (Bild: Hansruedi Rohrer)


Im Mittelpunkt des Tages stand das Referat «Altwerden ist Neuland – Älterwerden kann man lernen» von Agnes Heiniger-Gmür aus Ebnat-Kappel. Die Krankenschwester und Gerontologin sprach nicht nur zum Thema, sie gab auch Ratschläge mit auf den Weg. «Man fühlt sich so alt, wie man ist; man kann aber auch selber etwas dazu beitragen», sagte sie und verriet auch, dass die Lebenserwartung in der Schweiz eine der höchsten sei. Und Lebenszufriedenheit sowie Lebensfreude würden im Pensionsalter manchmal signifikant zunehmen. Wichtig sei dabei die Zufriedenheit, diese sei gerade ausschlaggebend für das Alter. Durch Anpassung an die Umwelt und die Lebensaufgaben würden meist auch positive Veränderungen entstehen. Im Alter würden auch Erfahrung, Urteilsvermögen, Selbstsicherheit, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit zunehmen, sagte die Referentin. Und weiter die Referentin aus Ebnat-Kappel:

«In den Grundzügen bleibt man so, wie man auf die Welt gekommen ist.»

Natürlich sei Älterwerden nicht immer einfach. Um glücklich und zufrieden älter zu werden, helfe zum Beispiel die positive Einstellung zum Leben. Man soll an diesem Leben teilnehmen und flexibel bleiben, riet Agnes Heiniger. «Probiert doch Neues aus, haltet Euch fit und trainiert auch das Gedächtnis.»

Auch die Lachmuskeln wurden bedient

Ein Sketch mit Doris und Hedi Bollhalder, Luzia Forrer und der Souffleuse Judith Tschümmy zielte auf die Lachmuskeln der Bäuerinnen und verfehlte sie auch nicht. Da ging es um ein Gespräch mit einem Meteorologen, einem Gastwirt und dem Moderator. Informationen aus dem Kantonalverband erfuhren die Anwesenden danach von Aurelia Looser, und nach dem Zvieri gab Präsidentin Heidi Looser allen Obertoggenburger Bäuerinnen das Schlusswort mit auf den Weg: «Ich kann nichts dagegen tun, dass ich älter werde, ich kann aber etwas tun, dass ich mich dabei nicht langweile.»

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