Oberkrainer-Musik liegt dem «Engel»-Wirt am Herzen

Am 23. Februar treffen sich im Restaurant Engel in Gams Musikanten zu einer Oberkrainer-Stubete. Die Wurzeln von Wirt Alois Lenarcic liegen in Slowenien, wie auch die der Oberkrainer-Musik.

Corinne Hanselmann
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Gemäss «Engel»-Wirt Alois Lenarcic wird der Anlass am 23. Februar die erste Stubete im reinen Oberkrainer-Stil in der Region sein. (Bild: PD)

Gemäss «Engel»-Wirt Alois Lenarcic wird der Anlass am 23. Februar die erste Stubete im reinen Oberkrainer-Stil in der Region sein. (Bild: PD)

Alois Lenarcic ist in Buchs aufgewachsen, hat aber slowenische Wurzeln. Schon von klein auf ist er durch seine Eltern in die Oberkrainer-Musik hineingewachsen. Nach der Schulzeit machte er fünf Jahre lang als Profi Musik in einer Oberkrainer-Band. «Um noch einen ‹richtigen› Beruf zu erlernen, habe ich danach eine Lehre bei der Post gemacht», erzählt er. Doch nebenberuflich machte er auch in den vergangenen 30 Jahren weiterhin Musik, immer wieder in verschiedenen Besetzungen.

Im Jahr 2018 übernahm er mit seiner Familie sowie einer guten Freundin den Landgasthof Engel im Gasenzen, Gams. «Um die Gegend etwas zu beleben, haben wir angefangen, einmal im Monat Tanzmusik zu organisieren», erzählt Lenarcic. «Den Gasenzlern hat es gefallen.» An der Eröffnung des Restaurants haben zudem die Gaudi-Krainer gespielt. «Das ist sehr gut angekommen.»

Lenarcic lernte den Präsident des Oberkrainerclubs kennen. «Er war auf der Suche nach einem Lokal im Raum Rheintal, um eine Oberkrainer-Stubete für die Ostschweiz, Vorarlberg und den süddeutschen Raum aufzuziehen, die regelmässig stattfindet.» Der «Engel»-Wirt willigte ein und organisiert nun am Samstag, 23. Februar, zum ersten Mal diesen geselligen Anlass. Er zeigt sich optimistisch: 

«Ich glaube daran, dass das ein Erfolg wird»

Bei der Organisation erhält er Unterstützung vom Oberkrainerclub, der verschiedene Musikgruppen angeschrieben hat. Das Echo sei gut. Lenarcic erwartet auch Besucher von weiter her. «Einige haben bereits ein Zimmer reserviert.»

Gespielt wird an der Stubete ohne Strom

«Es soll ein ungezwungener, geselliger Abend werden, an dem wir miteinander musizieren und die Oberkrainer-Musik pflegen», so Lenarcic. Gespielt wird ohne Strom, man soll auch noch miteinander reden können. Wer will, darf sein Instrument – wie etwa Gitarre, Trompete, Bariton, Akkordeon oder Zither – von zuhause mitbringen und mitspielen. Man kann aber auch nur zuhören oder mitsingen.

Wenn es die Arbeit im Service zulässt, will Alois Lenarcic beim einen oder anderen Stück auch selber in die Tasten des Akkordeons greifen.

«Ich freue mich jedenfalls sehr darauf.»

Mit der Oberkrainer-Stubete möchte der Wirt Publikum jeden Alters ansprechen. «Bei Konzerten, die ich mit meiner Frau besuche, hat es meistens Zuhörer im Alter von unter 20 Jahren bis ins hohe Rentneralter.» Die Oberkrainer-Musik habe in den letzen Jahren einen Boom erlebt, durch den auch Bands von Jungen entstanden sind.

Die Musik hat ihre Wurzeln in Slowenien. Eine wichtige Rolle spielte der Komponist Slavko Avsenik, der mit seiner Band Original Oberkrainer international bekannt wurde. Die Originalbesetzung besteht gemäss Alois Lenarcic aus Trompete, Klarinette, Gitarre, Akkordeon und Bariton. Gesungen werde Deutsch und in der Heimat auch Slowenisch.

Hinweis
Oberkrainer-Stubete im Restaurant Engel, Gams, am 23. Februar ab 19 Uhr.