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Nutzung unseres Holzes macht Sinn

93 Kubikmeter Holz sind im Warteraum-Gebäude der Staubern-Seilbahn in Frümsen verbaut worden. Der Bau in Form einer riesigen Baumnuss erhielt von der Lignum Holzkette St. Gallen das Label «Herkunftszeichen Schweizer Holz».
Corinne Hanselmann
Christa Deiss, Tochter der Wirtefamilie Lüchinger, bekam von Erwin Rebmann, Vertreter der Lignum Holzkette St. Gallen, die Auszeichnung «Herkunftszeichen Schweizer Holz» überreicht. (Bild: Corinne Hanselmann)

Christa Deiss, Tochter der Wirtefamilie Lüchinger, bekam von Erwin Rebmann, Vertreter der Lignum Holzkette St. Gallen, die Auszeichnung «Herkunftszeichen Schweizer Holz» überreicht. (Bild: Corinne Hanselmann)

Von den 93 Kubikmetern Holz stammen 93 Prozent aus der Schweiz. Damit erfüllt der Warteraum in Form einer Baumnuss bei der Talstation der neuen Staubern-Seilbahn eine wichtige Rahmenbedingung für das Label «Herkunftszeichen Schweizer Holz» (HSH). Mindestens 80 Prozent des verwendeten Holzes müssen dafür nämlich aus dem Inland sein. Auch die restlichen sieben Prozent des für die Nuss verwendeten Holzes stammen aus der Schweiz, wurden aber in Deutschland verleimt und zählen deshalb nicht mehr.

Stolz auf das Know-How, um eine solche Nuss herzustellen

Als Vertreter der Lignum Holzkette St. Gallen überreichte Erwin Rebmann, der kürzlich pensionierte Regionalförster der Waldregion 2 Werdenberg-Rheintal, das Label am Freitagmorgen an die Bauherrschaft Familie Lüchinger. Erwin Rebmann zeigte sich stolz, dass in der Schweiz ein solch grosses Know-How rund ums Holz vorhanden ist, um so etwas Besonderes wie diese «Nuss» herzustellen.

«Wenn man Holz aus der Schweiz verwendet, trägt man damit etwas zur nachhaltigen Nutzung der einheimischen Wälder bei», erläuterte er den Sinn des Labels HSH. «Wenn keine Nachfrage nach dem einheimischen Holz da wäre, könnte man die Wälder nicht verjüngen. Die Funktion von Schutzwäldern könnte nicht mehr gewährleistet und das Potenzial des Rohstoffes Holz nicht ausgenutzt werden. Deshalb macht es wirklich Sinn, dass wir Schweizer Holz nutzen, auch wenn das Projekt am Schluss wegen höherer Löhne ein paar Franken teurer wird», so Erwin Rebmann.

Das Label HSH wurde von Lignum Holzwirtschaft Schweiz, der Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft, ins Leben gerufen. «Man möchte damit Vorbilder schaffen und zeigen, dass es Bauherren im öffentlichen und privaten Bereich gibt, die Wert darauf legen, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt.» Diese Vorbilder werden mit dem Label sichtbar ausgezeichnet, damit Besucher sehen, was mit Schweizer Holz möglich ist. Sie sollen dadurch auch für das Thema sensibilisiert werden.

In der Region Werdenberg wurde auch das Bistro beim Schloss Werdenberg mit dem Label HSH ausgezeichnet.

Bei der Entwicklung gab es mehrere Knacknüsse

Kuno Hutter von der Frei Holzbau AG, welche das Gebäude entwickelte und baute, erläuterte den beeindruckenden Entstehungsweg der grossformatigen Nuss. Zuerst wurde eine Frümsner Nuss als Vorlage mit einem 3D-Scanner digitalisiert. Anschliessend wurde ein Holzgerüst konstruiert. Mit einer Fünf-Achsen-CNC-Fräse wurde anschliessend das «Innenleben» der Nuss zurechtgefräst. Es besteht aus 580 nummerierten Fichtenholzstücken, welche vor Ort wie ein Puzzle in etwa zwei Wochen zusammengebaut wurden.

So sah das Grundgerüst der Nuss aus. (Bild: PD)

So sah das Grundgerüst der Nuss aus. (Bild: PD)

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