Katholische Kirchgemeinden wählen: Es gibt nur in Gams einen Wechsel an der Spitze

Am 8. September werden die Behörden der Katholischen Kirchgemeinden für die neue Amtsdauer gewählt.

Heini Schwendener
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In Gams wird das Präsidium der Katholischen Kirchgemeinde für 2019 bis 2023 neu besetzt. (Bild: Heini Schwendener)

In Gams wird das Präsidium der Katholischen Kirchgemeinde für 2019 bis 2023 neu besetzt. (Bild: Heini Schwendener)

Die Katholischen Kirchgemeinden im W&O-Gebiet können aufatmen: Für die Gesamterneuerungswahlen im Katholischen Konfessionsteil des Kantons am 8. September konnten sie für fast alle Chargen geeignete Kandidatinnen oder Kandidaten finden. Kaum eine Linie auf den Stimmzetteln ist also leer geblieben.

In sechs der sieben Katholischen Kirchgemeinden im Werdenberg und obersten Toggenburg wird es im Präsidium zu keiner Veränderung kommen. Einzig in Gams muss das Präsidium der Kirchenvorsteherschaft neu besetzt werden. Der bisherige Präsident, Mathias Wettstein, wurde im Sommer 2018 zum Schulratspräsidenten gewählt und hat schon damals seinen Rücktritt von der Spitze der Kirchgemeinde per Ende der Amtsdauer bekannt gegeben. Einfach verlief die Suche nach möglichen Kandidaten nicht. Aber sie war letztlich doch erfolgreich. Walter Kühnis (Jahrgang 1957), seit 2010 in Gams wohnhaft, kandidiert für das Präsidium der Kirchenvorsteherschaft.

In den Präsidien der Katholischen Kirchgemeinden Wartau (Walter Frei), Sevelen (Julius Hirtenlechner), Buchs-Grabs (Erich Steiger), Sennwald (Renata Eugster-Mannhart), Wildhaus (Walter Hofstetter) und Alt St.Johann (Erwin Huber) war niemand amtsmüde oder sah sich durch andere Umstände gezwungen, zurückzutreten. Alle stehen somit erneut auf den Stimmzetteln und sind bereit für die nächste Amtsdauer 2019 bis 2023.

In einer besonders komfortablen Lage befanden sich für diese Wahlen die beiden Kirchgemeinden Wildhaus und Alt St.Johann. Hinter den Namen der Kandidierenden auf allen Stimmzetteln steht dort nämlich in Klammern «bisher». Das heisst, dass sich alle Präsidenten, Kirchenverwaltungsräte, Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission sowie Mitglieder das Katholischen Kollegiums für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung stellen.

Die Kandidatensuche war schwierig und aufwendig

In Wildhaus und Alt St.Johann mussten sie niemand suchen. Anderen Kirchgemeinden blieb dies nicht erspart. Die Suche gestaltete sich nirgends einfach, war allenthalben zu hören. Erleichtert wird sie etwas, wenn bevorstehende Rücktritte den Behörden schon frühzeitig kommuniziert werden. So bleibt einerseits mehr Zeit, Kandidierende zu suchen. Andererseits haben auch Interessenten mehr Zeit, sich mit dem Thema und den künftigen Aufgaben zu befassen, bevor sie entscheiden.