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«Noch nie so hart trainiert»

Robin Wildhaber aus Wangs ist bereit für den grossen Fight. Der Thaiboxer von Wing Thai Gym Buchs will am Samstag den Deutschen Sebastian Preus bezwingen und sich den Weltmeistertitel WKU krallen.
Robert Kucera

Im Postpalast in München geht am Samstagabend wortwörtlich die Post ab. Neun Kämpfe stehen auf dem Programm. Welche davon ab 22.50 Uhr auf Sat1 zu sehen sind, ist unklar. Sicher ist aber eines: Robin Wildhaber will seinen ersten Weltmeisterkampf nicht nur bestreiten, er will auch siegen. «Nervös bin ich schon. Doch ein bisschen nervös soll man sein und Respekt vor dem Gegner haben.»

Sein Antipode in der Klasse WKU (World Kickboxing and Karate Union) in der Gewichtskalsse bis 90 kg ist Sebastian Preus aus Deutschland. Der Kampf geht über fünf Runden à drei Minuten. Wildhaber weiss, dass sein Gegner Heimvorteil geniesst, ein Punktesieg ist unwahrscheinlich. Sein Gegner muss einmal, noch besser zweimal, vom Ringrichter angezählt werden, sodass Wildhabers Überlegenheit ersichtlich wird. Oder der Wangser, der für Wing Thai Gym Buchs kämpft, siegt durch K.O.

Es wurde gezielt an den Stärken gearbeitet

Wildhaber fühlt sich fit, «ich habe so hart trainiert wie noch nie», gibt er Auskunft. Der 25-Jährige wird sein bestes geben, um seinen lang gehegten Wunsch, Weltmeister zu werden, zu erfüllen. «Das wäre geil», meint er weiter. Doch über die Bedeutung eines allfälligen Titelgewinns kann er nichts sagen. «Erst mal kämpfen. Dann sehen wir weiter.» Diese letzte Aussage passt ausgezeichnet zu Robin Wildhaber. Er ist ein Fighter und liebt es, wenn die Kämpfe hart sind. «Ich habe lieber starke Gegner. Kann ich einen nicht ernst nehmen, gibt es keinen guten Kampf», redet er aus Erfahrung. Doch gegen Preus ist zum Glück ein harter Kampf zu erwarten. Schliesslich verteidigt er den Weltmeistertitel WKU.

Das Team um Wildhaber hat sich für Samstag im taktischen Bereich «was Spezielles ausgedacht.» Verraten wird natürlich nichts. Doch wie Trainer Rohy Batliwala sagt, habe man gezielt an Wildhabers Stärken gearbeitet. Zu diesen gehören Schlagkraft und Explosivität. Also genau das, was Robin Wildhaber braucht, um Sebastian Preus auf die Bretter zu schicken, um so nicht für Diskussionsstoff zu sorgen, wer denn nun Sieger des Kampfes sei.

Fünf Runden lang harte Schläge austeilen

Über seinen Kontrahenten weiss Wildhaber nicht viel. «Er hat sicher viel Erfahrung und eine gute Kondition. Darum habe ich im Training in diesem Bereich alles gegeben.» Obwohl Preus hier nach wie vor Vorteile hat, glaubt man in Wildhabers Lager, dass je länger der Kampf dauert, der Sieg dem Schweizer gehört. «Die Härte im Kampf ist auch sehr wichtig», so Batliwala. «Robin ist einer, der hart schlägt.» Ob Preus damit fünf Runden lang umgehen kann, respektive überstehen kann, wisse man zwar nicht – doch es herrscht Zuversicht, dass der Vorteil auf Wildhabers Seite ist.

Ein Nachteil für Wildhaber ist dagegen die Körpergrösse. Preus ist rund zehn Zentimeter grösser. Die Auslegung im Kampf ist auf der Hand: Der Deutsche wird versuchen, mit dem Knie Treffer zu landen. Rohy Batliwala zeigt sich aber nicht beunruhigt: «Das haben alle bei Robin versucht, er ist sich das gewöhnt.» Die körperlich grösseren Gegner hat Wildhaber alle aus dem Weg geräumt, Schweizer Meister und Europameister ist er schon – es fehlt noch der Weltmeistertitel.

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