Auch ab Montag noch nicht ganz Normalbetrieb im Spital Grabs

Obwohl alle Operationen und Sprechstunden am Spital wieder stattfinden dürfen, bleibt Corona im Betrieb des Spitals Grabs präsent.

Katharina Rutz
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Das Spital Grabs hat sich diese Woche intensiv auf den Normalbetrieb vorbereitet. Allerdings sieht dieser Normalbetrieb doch nicht ganz so aus wie der Normalbetrieb vor Corona.

Das Spital Grabs hat sich diese Woche intensiv auf den Normalbetrieb vorbereitet. Allerdings sieht dieser Normalbetrieb doch nicht ganz so aus wie der Normalbetrieb vor Corona.

Bild: Olivia Hug

Ab dem 27. April können in den Spitälern wieder alle Eingriffe durchgeführt werden. Das bedeutet auch für die Spitäler der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland (SR RWS), dass der Normalbetrieb sukzessive wiederhergestellt wird. «Wobei es zu berücksichtigen gilt, dass wir uns gemäss Bundesrat noch immer in der ausserordentlichen Lage befinden und jederzeit innert kurzer Frist wieder in der Lage sein müssen, sowohl Beatmungsplätze wie auch Bettenstationen für Corona-Patienten zur Verfügung zu stellen», sagt Andrea Bachmann, Leiterin Kommunikation der SR RWS.

Noch nicht ganz Normalbetrieb

Bis wann der volle Normalbetrieb wieder läuft, kann im Moment nicht abgeschätzt werden. Denn Normalbetrieb mit Corona sei nicht gleich Normalbetrieb vor Corona. Nach wie vor müssen im Spital auch weiterhin Coronapatienten behandelt werden. «Hinzu kommen durch die Vorgaben des Social Distancing auch Einschränkungen bei den möglichen Kapazitäten wie Betten, Sprechstunden und Gruppentherapien, da wir nur so die geforderten Abstände einhalten können», so Andrea Bachmann.

Die Spitalregion arbeitete diese Woche auf Hochtouren. Es wurde umfassend geplant, wie der laufende Betrieb wiederaufgenommen werden kann und dabei Mitarbeitende und Patienten optimal geschützt sind. «Diese Woche finden entsprechende Vorbereitungsarbeiten statt, damit ab 27. April wieder Operationen, Sprechstundenkonsultationen und Therapien stattfinden können», sagt Andrea Bachmann. Dafür wurden diese Woche Patienten kontaktiert, deren Eingriffe und Untersuchungen aufgrund der bundesrätlichen Vorgaben abgesagt werden mussten.

Wie alle Spitäler erleidet auch Grabs Verluste

Ein Teil der Coronakapazitäten müsse zudem wieder in den Normalzustand zurück umgewandelt werden, zum Beispiel die Schlaganfallstation, die als zweite Intensivstation betrieben wurde, und ein Teil der Coronabettenstationen. «Gleichzeitig müssen wir so planen, dass wir innerhalb von zwei bis drei Tagen die Coronakapazitäten wieder hochfahren können, wenn sich die Fallzahlen wieder erhöhen.» Das heisst, sowohl Beatmungsplätze wie auch Bettenstationen für Coronapatienten müssen innerhalb von kurzer Zeit wieder zur Verfügung stehen.

Die Coronakrise und die damit verbundenen Massnahmen belasten die Ressourcen des Spitals. Konkret verursacht das Social Distancing einen Mehraufwand. «Zudem muss weiterhin eine Triage für alle Patienten durchgeführt werden, damit wir sicherstellen können, dass keine potenziell infizierten Patienten ins Spital kommen, ohne dass wir das wissen und die notwendigen Schutzmassnahmen ergriffen werden können», erklärt Bachmann. Das Besuchsverbot bleibt weiterhin aufrecht.

Schliesslich bedeutet die Absage der Operationen und Untersuchungen nach Vorgaben des Bundesrats finanzielle Verluste für die SR RWS, wie für alle anderen Spitäler in der Schweiz. «Das Ausmass kann aber erst zu einem späteren Zeitpunkt beziffert werden», so die Leiterin der Kommunikation.

Patienten froh über Normalbetrieb

Die Mitarbeitenden sind laut Andrea Bachmann froh, dass der reguläre Betrieb wieder aufgenommen werden kann. «Auch die Patienten, deren Eingriffe und Untersuchungen in den letzten Wochen abgesagt werden mussten, sind erleichtert und haben gerne die nächste Woche angebotenen Termine angenommen.»