Nichts mit den Abstiegsplätzen zu tun haben

Der FC Grabs tummelte sich zuletzt oft um die letzten Tabellenplätze herum. Das soll mit der waschechten Grabser Equipe in dieser Saison, obwohl die 4.-Liga-Gruppe stärker geworden ist, anders werden.

Miriam Küpper
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Thomas Eggenberger und seine Grabser Truppe wollen ins Tabellenmittelfeld stürmen. (Bild: Robert Kucera)

Thomas Eggenberger und seine Grabser Truppe wollen ins Tabellenmittelfeld stürmen. (Bild: Robert Kucera)

In Grabs ist nach vielen Trainerwechseln wohl endlich Ruhe an der Seitenlinie eingekehrt. Mit Thomas Eggenberger wurde gegen Ende der Rückrunde 2017/18 eine mannschaftsinterne Lösung gefunden: «Ich habe für diese Saison sicher zugesagt, und wenn es gut läuft, glaube ich schon, auch noch länger dabei zu sein.» Die Konstanz auf der Trainerbank soll für die junge Grabser Mannschaft zum Erfolg beitragen. In dieser Saison will der FC Grabs endlich den Sprung nach vorne – in die Tabellenmitte – schaffen. «Wenn wir im Mittelfeld mitspielen können, dann sind wir schon zufrieden», so der Grabser Spielertrainer.

Eggenberger bereitet die Arbeit mit der jungen Grabser Mannschaft viel Freude, denn er sieht das Potenzial: «Wir haben jetzt einen Kader mit 23 Spielern und auch den Mut, Jüngeren eine Chance zu geben.»

Das junge Team muss die Fehlerquote senken

Das Team ist grösstenteils aus «eigenen» Junioren zusammengesetzt – also eine echte Grabser Mannschaft. «Bei uns heissen alle nur Vetsch, Hardegger oder Gantenbein, so grabserisch sind wir», scherzt der Spielertrainer. Die Grabser Mannschaft setzt sich aus Spielern zusammen, die kaum älter als 20 Jahre sind. Deshalb sei das vorrangige Ziel, auch auf dem Spielfeld trotz junger Spieler eine konstante Leistung zu bringen. «Das hat uns letzte Saison noch gefehlt. Da waren wir erst gut und dann wieder ein wenig schlechter.» Wenn Grabs als Team vorankomme, so meint Eggenberger, sei mit der Achterbahnfahrt auf dem Platz endlich Schluss.

Die Sommerpause war – wie immer – zu kurz: «Es waren ex-trem viele im Urlaub und wir konnten selten mit allen trainieren», bedauert der Grabser Spielertrainer. Der Einsatz all derer, die im Training waren, sei aber «extrem gut» gewesen. Problematisch werden können laut Thomas Eggenberger für Grabs vor allem zwei Dinge: «Wir müssen zum einen sicher noch konditionell weiterkommen. Zum anderen müssen wir definitiv unsere Fehlerquote senken.» Aufgrund der fehlenden Routine unterliefen den Grabsern in der letzten Saison nämlich häufig Fehler. Aus diesen wollen sie jetzt lernen. Denn solche Fehler können sich die Grabser in der Saison 2018/19 kaum leisten. Schliesslich ist die 4.-Liga-Gruppe gemäss Eggenberger um einiges stärker als vor einem Jahr.

Unberechenbare Derbys sind ein Anreiz

«Für uns wird das wieder schwer», prophezeit Eggenberger und ergänzt überzeugt: «Wenn wir alle da sind und gesund bleiben, dann wird das schon werden; dann haben wir nichts mit dem Abstieg zu tun.» Als Favoriten der Gruppe nennt der Spielertrainer die 3.-Liga-Absteiger FC Flums und FC Schaan sowie die beiden anderen ersten Werdenberger Mannschaften FC Gams und FC Haag. Dass ehemalige Drittligisten schwere Gegner seien, setzt Eggenberger vorweg, aber auch Haag habe in der letzten Saison bewiesen, dass sie gut sein können. Der FC Gams wird seiner Meinung nach dank der namhaften Neuzugänge zu den Aufstiegsanwärtern gehören.

Auch wenn in der Vorrunde «nur» drei Derbys – verglichen mit den Jahren zuvor – gegen den FC Gams, den FC Haag und gegen die zweite Mannschaft vom FC Buchs gespielt werden, ist die Vorfreude trotzdem gross bei den Grabsern: «Derbys sind immer etwas Tolles, da sie auf beide Seiten fallen können.» Bei Derbys sei der Siegeswille zwar nicht unbedingt signifikant grösser, aber: «Sie sind unberechenbar und wir haben letzte Saison als einzige Mannschaft zwei Siege gegen den FC Buchs errungen; so können wir auch abseits des Spitzenkampfs zeigen, dass wir es draufhaben.»