Räfis-Burgerau/Buchs
Es sind nicht die grossen Probleme der Welt, die im Dorf besprochen werden

Die 1.-August-Feier für Räfis-Burgerau fand erstmals im Rietli statt. EVRB-Präsident Stefan Frey hielt eine Festrede.

Hansruedi Rohrer
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EVRB-Präsident Stefan Frey spricht an der 1.-August-Feier unter dem «Flaggenwald».

EVRB-Präsident Stefan Frey spricht an der 1.-August-Feier unter dem «Flaggenwald».

Bild: Hansruedi Rohrer

Das Musikheim im Buchser Rietli war ab 9.30 Uhr am Sonntag Austragungsort der Bundesfeier, die vom Einwohnerverein Räfis-Burgerau (EVRB) organisiert wurde. Gemütliches Beisammensein in der Festwirtschaft war in diesem Sinne wieder einmal gefragt.

Grosse Wetterschirme schützten die zahlreichen Gäste vor dem Regen. Der offizielle Teil begann um 11 Uhr mit Ansprache, Auftritten des Musikvereins Buchs-Räfis und der Buchser Tambouren sowie dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne.

Veranstaltungen geben dem Jahr Struktur

Stefan Frey ist der neue EVRB-Präsident. Er hielt die für einmal etwas andere, jedoch auf grosses Interesse gestossene Festrede zum 1. August. Aufgrund studierter alter Vereinsprotokolle stellte er dar, was früher zu lesen war, wo sich der neue Vorstand Gedanken macht und neue Projekte aufgleist. Das war insgesamt ein kurzweiliger Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Stefan Frey nannte die jährlichen Veranstaltungen wie Flaggala-Sunntig, Familienfrühstück, Jugendanlass, Seniorenausflug, Bundesfeier, Adventsfenster, Altjohr-Usschella und auch einige Begebenheiten, die zum Schmunzeln anregten. Stefan Frey sagte auch:

«Die Veranstaltungen des Einwohnervereins geben dem Jahr Struktur und zeigen in Zeiten, in denen ständig von chinesischen Fledermäusen und Fake News gesprochen wird, dass sich das normale Leben noch vor unserer Haustüre abspielt.»

Es seien nicht die grossen Probleme der Welt, die im Ort besprochen werden, führte der Redner weiter aus, aber es seien die ganz alltäglichen, welche die Bewohner beider Ortsteile bewegen. Dafür würden sich immer wieder Freiwillige finden, die anpacken und nach Lösungen suchen. «Das ist doch der zentrale Punkt unserer Schweizer Gesellschaft», erwähnte Stefan Frey, «immer auf der untersten Ebene beginnen und nicht sofort nach der Hauptstadt rufen!» Der Lohn der EVRB-Arbeit seien dann schliesslich die schönen Veranstaltungen, welche das Leben in Räfis und der Burgerau bereichern.

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