Nicht alltägliche Holzbilder werden in Buchs bis zum 19. Dezember ausgestellt

Christoph Schmid stellt eine Auswahl seiner Werke im Werdenberger Kleintheater Fabriggli aus.

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Der Rheintaler Kunstschaffende Christoph Schmid stellt seine Werke derzeit im Werdenberger Kleintheater Fabriggli aus.

Der Rheintaler Kunstschaffende Christoph Schmid stellt seine Werke derzeit im Werdenberger Kleintheater Fabriggli aus.

Bilder: PD

(pd) Sehr erfreulich war das grosse Interesse von gut 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Vernissage von letzten Donnerstag im Kleintheater Fabriggli. Unter dem Titel «aussergewöhnliche Holzbilder» zeigt Christoph Schmid eine Auswahl seiner Bilder. Elisabeth Gantenbein begrüsste die Gäste mit einer kurzen Information zum Abend sowie der Erläuterung des Coronaschutzkonzeptes. Musikalisch begleitete der Rheintaler Saxofonist Peter Lenzin künstlerisch sensibel die Vernissage.

«So wie er Fussball spielte, sind auch seine Bilder»

Felix Buschor hielt eine packende, informative und humorvolle Laudatio. Darin informierte er die Gäste vorerst über die Entstehung und das Wirken des Fabriggli, war doch einem grossen Teil der Rheintaler Anwesenden als Rheintaler der Betrieb in Buchs wenig bekannt. Interessant zu hören war, dass der bekannte Künstler Emil Steinberger Götti dieses Kleintheaters ist.

Als Einstieg zur Vorstellung des Künstlers Christoph Schmid erzählte der Laudator vom früheren gemeinsamen Fussballspielen im FC Altstätten und führte aus: «So wie er Fussball spielte, sind auch seine Bilder – klar in den Linien, klar in den Farben und den Richtungen, harmonisch aber nie langweilig, von feiner Hand gemacht und immer wieder überraschend.»

Masken waren Pflicht bei der Vernissage der Ausstellung im Fabriggli.

Masken waren Pflicht bei der Vernissage der Ausstellung im Fabriggli.

Der 60-jährige Christoph Schmid stammt aus Rebstein, wo er mit dem Riet und Schollenboden verbunden ist. Er wohnt mitten in der Natur, die ihm immer wieder Kraft und Ideen für sein Wirken gibt. Nach der Lehre als Möbelschreiner bildete er sich an der Kunstgewerbeschule in St.Gallen und an der Schule für Gestaltung weiter.

Daraus folgten erste Anstellungen als Grafiker in einem renommierten Büro in Zürich, später war er Art Director bei einer bekannten Werbeagentur in Zürich. Seit 1989 führt Christoph Schmid erfolgreich ein selbstständiges Grafikatelier in Rebstein.

Laudator hebt drei Richtungen hervor

In seinen Werken erkannte der Laudator an der Vernissage im Fabriggli drei wesentliche Richtungen. Er bezeichnete die Werke als grafische Meisterleistungen, teils verblüffend, Bilder mit Täuschungen und dualen Perspektiven wie an der Ausstellung zu sehen: von links erkennt man den Dicken und von rechts den Doofen – eben Dick und Doof.

Eine zweite Richtung sind seine Landschaftsbilder. Dabei sind die Landschaften ganz unterschiedlich, völlig neue Farbkombinationen, andere Holzkonstruktionen und Anordnungen. In der dritten Richtung erkennt Dr. Felix Buschor wohl die wertvollste Richtung: die abstrakten Werke. Es sei Christoph Schmid gelungen zu abstrahieren, zu vereinfachen und die Fantasie der Betrachter anzuregen.

Abschliessend führte der Laudator aus, Christoph Schmid habe über Jahre seinen eigenen Stil entwickelt. Er sei kein Nachahmer und ist bei allen Veränderungen seinem Stil und sich selber treu geblieben. Einen Schmid erkennt man!

Die Ausstellung ist jeweils eine Stunde vor einem Fabrigg­li-Anlass geöffnet. Zusätzlich ist der Künstler am Samstag, 31. Oktober, und am Sonntag, 22. November, jeweils von 11 bis 16 Uhr und vor der Abendvorstellung «Rigolo» am 5. Dezember persönlich anwesend. Die Ausstellung dauert bis am 19. Dezember.