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Nez Rouge fährt in der Region fast bis zum Morgengrauen

In der kommenden Silvesternacht werden die freiwilligen Fahrerinnen und Fahrer der Aktion Nez Rouge wieder zahlreiche Personen und deren Autos sicher nach Hause chauffieren.
Hanspeter Thurnherr
Rossano Spagnuolo (rechts) kann auf freiwillige Chauffeure wie Martin Vetsch (im Auto) und auf Thomas Schwendener von der Rietgarage in Sevelen als Partner zählen. (Bild: PD)

Rossano Spagnuolo (rechts) kann auf freiwillige Chauffeure wie Martin Vetsch (im Auto) und auf Thomas Schwendener von der Rietgarage in Sevelen als Partner zählen. (Bild: PD)

Die Zahlen sind eindrücklich: Von Anfang Dezember bis und mit vergangenem Freitag sind durch die Freiwilligen von Nez Rouge in der Schweiz 22465 Personen und deren Autos sicher nach Hause begleitet worden. Dabei wurden 481 958 Kilometer zurückgelegt. In der Ostschweiz waren es bisher in diesem Jahr 523 Personen und 13515 Kilometer.

Deutlich mehr Nachfrage in der Silvesternacht

Die Zahlen dürften über das Wochenende und vor allem in der Silvesternacht noch deutlich ansteigen. Denn in dieser Nacht sind die Dienste von Nez Rouge am meisten gefragt, rund doppelt so stark wie in anderen Spitzennächten. Kunde und sein Auto werden heim gebracht

Die Einsatzzentrale für die Ostschweiz (ohne Graubünden) befindet sich in Weinfelden. Im Kanton St. Gallen gibt es zwei Stützpunkte in St.Gallen und Sevelen, von denen aus die Fahrten ausgeführt werden.

Ein Anruf auf die zentrale Nummer reicht

«In Weinfelden werden die Anrufe der Kunden auf die Nummer 0800 802 208 oder 079 480 22 08 entgegengenommen und der Auftrag per SMS an den entsprechenden Stützpunkt weitergeleitet. Wir melden uns dann telefonisch beim Kunden und geben ihm die Zeit durch, wann wir ungefähr bei ihm sein werden. So kann er entscheiden, ob ihm dies rasch genug ist», erzählt Rossano Spagnuolo den Ablauf.

Spagnuolo ist Stützpunktleiter in Sevelen. Vom hier aus fahren jeweils zwei Freiwillige mit einem Auto zum Kunden. «Diese Autos werden unserem Stützpunkt von der Riet-Garage in Sevelen zur Verfügung gestellt», sagt Spagnuolo. Ein Freiwilliger bringt dann den Kunden in dessen eigenem Auto nach Hause, gefolgt vom anderen Auto. Anschliessend kehren die beiden Chauffeure zum Stützpunkt zurück. Die Dienstleistung ist gratis, denn Nez Rouge wird durch Partner und Sponsoren unterstützt. Von jedem ausgeführten Auftrag werden später die Daten für die Statistik an die Einsatzzentrale zurück gemeldet.

Es gibt immer weniger freiwillige Fahrer

Rossano Spagnuolo sorgt im Stützpunkt dafür, dass die Freiwilligen gut versorgt sind, während sie auf Aufträge warten. Er ist auch zuständig für die Rekrutierung von Freiwilligen. Das ist keine leichte Aufgabe. «Es gibt immer weniger Freiwillige. Waren es 2017 noch 15, so müssen wir dieses Jahr mit 11 auskommen», sagt er dazu. Spagnuolo ist selber seit sechs Jahren dabei, davon vier als Stützpunktleiter.

Wer als Freiwilliger mithelfen will, muss seit mindestens zwei Jahren den Führerschein haben, unter 70 Jahre alt sein und darf während mindestens 24 Stunden vor dem Einsatz – und natürlich auch während – keinen Alkohol trinken. Spagnuolo kann zum Glück auf einige Stammhelfer zählen. Nez Rouge Ostschweiz bot seine Dienstleistungen dieses Jahr am 7./8. Dezember sowie seit dem 14. Dezember täglich von 22 Uhr bis 2 Uhr an, am Freitag und Samstag sogar bis 3 Uhr früh.

Aufträge sind am Neujahrsmorgen bis 5 Uhr möglich

In der Silvesternacht, also von Montag auf Dienstag, werden Aufträge sogar bis 5 Uhr früh angenommen. «Diese werden noch ausgeführt, so dass der Einsatz für die Freiwilligen länger dauern kann», sagt der Stützpunktleiter.

Nez Rouge Ostschweiz kann ein Jubiläum feiern, diese Dienstleistung gibt es seit 20 Jahren. Sevelen macht seit rund zehn Jahren mit. Zusätzliche Freiwillige für einen Einsatz im Dezember 2019 wären ein schönes «Geburtstagsgeschenk».

Hinweis www.nezrouge.ch

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