Buchs/Chur
Neue Projekte sollen queeren Menschen Perspektiven eröffnen

Der Verein Sozialwerk LGBT+ hat einen neuen Vorstand und eine neue Vision und Strategie.

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Klausurtagung von Vorstand und Mitarbeitenden.

Klausurtagung von Vorstand und Mitarbeitenden.

(pd) Vor elf Tagen hat der Verein Sozialwerk LGBT+, für queeres Leben in Graubünden und der Ostschweiz, während der jährlichen Mitmenschenversammlung einen neuen Vorstand gewählt. «Ich bin überaus froh, dass wir mit Gianni Rust und Cécile Weber zwei neue, äusserst kompetente Fachpersonen bei uns im Vorstand willkommen heissen dürfen.

Beide engagieren sich schon seit längerem sehr aktiv für unseren Verein und bringen eine entsprechende Expertise sowie Zukunftsvisionen mit», so Björn Niggemann, alter und neuer Vorstand. Weiter wurden auch Alicia Rüedi und Gino Montalta wieder in den Vorstand gewählt, heisst es in einer Medienmitteilung.

Queeren Jugendlichen im Werdenberg helfen

Letzten Sonntag hat sich der neue Vorstand an einer Klausurtagung dann konstituiert und die Vision sowie Strategie des Vereins erarbeitet. «Es werden neue Projekte und Konzepte entstehen, die queeren Menschen, vor allem aber Jugendlichen in der Region Werdenberg, dem Kanton Graubünden und darüber hinaus Perspektiven eröffnen sollen», so Holger Niggemann, geschäftsführende Person des Vereins.

Ebenfalls waren die Mitarbeitenden der Jugendarbeit des Vereins bei der Klausurtagung involviert, damit auch sie direkten Input von Jugendlichen mit LGBTIAQ+ Hintergrund in den Vorstand rückmelden sowie Bedürfnisse und erforderliche Massnahmen vorstellen konnten. «Es ist ungeheuer wichtig», so Jugendarbeiterin Viktoriya Schiefer, «dass wir diesen jungen Menschen eine Stimme geben, für sie Angebote schaffen und einen Zufluchtsort bieten können.»

«Wir hoffen auf ein klares Ja»

«Hierbei ist es wichtig, dass wir neben dem ersten professionell begleiteten queeren Jugendzentrum der Schweiz in Chur, unsere Angebote auch in der Region Werdenberg stärken und weiter ausbauen», betont Gianni Rust, neuer Vorstand und Sozialpädagoge i.A. im Verein. Dies sei wohl eines der wichtigsten Ziele, welches der Verein in seiner Vision aufnimmt, heisst es in der Mitteilung weiter.

In den kommenden Wochen gehe es nun vermehrt um das Thema der «Ehe für Alle». Cécile Weber, die für den Verein die Kampagne Ja zur «Ehe für Alle» koordiniert, sagt: «Wir hoffen auf ein klares Ja. Wir haben viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten und sind gutem Weg, Sichtbarkeit und Akzeptanz für Queers zu erhöhen.»

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