In Wildhaus neuen Platz für alte Mühleggbähnli-Kabine gefunden

Im vergangenen April wurde das alte Mühleggbähnli in St. Gallen aus den Schienen gehoben. Nun hat es im Ferienheim Bodenweidli ein neues Zuhause gefunden.

Miriam Cadosch
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Die Wehmut der Stadt-St. Galler war im vergangenen April gross, als die alte Kabine der Mühleggbahn für immer aus den Schienen gehoben wurde. Die Bahn, die Stadt mit St. Georgen verbindet, wurde saniert und eine neue Kabine ersetzt nun die alte.

Problemlos passiert der Lastwagen die engen Strassen zum Ferienheim Bodenweidli. (Bild: Bilder: Miriam Cadosch)
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Die Kabine wird vorsichtig auf das Fundament gehoben.
Das alte Mühleggbähnli ist bereit, um von Kindern erobert zu werden.

Problemlos passiert der Lastwagen die engen Strassen zum Ferienheim Bodenweidli. (Bild: Bilder: Miriam Cadosch)

Nun hat diese einen neuen Platz gefunden. Gestern Nachmittag erreichte sie ihr künftiges Zuhause beim Ferienheim Bodenweidli in Wildhaus. «Wir sind stolz, dass wir die Kabine vor der Verschrottung retten konnten», sagt der Präsident des Ferienheims, Peter Vollenweider. «Es ist ein spezieller Moment, dass die Kabine nun hier ist.» Es sei ein grosses Ziel gewesen, dass sie eine Woche nach der Wiedereröffnung der sanierten Mühleggbahn ihren neuen Platz in Wildhaus einnimmt. Dass dies nun so reibungslos geklappt hat, erfreut Peter Vollenweider. Erst kürzlich wurde das Fundament für die Kabine vor dem Ferienheim erstellt. Seit den Herbstferien sei alles sehr schnell und gut vorangekommen.

Transport nach Wildhaus verlief problemlos

Die Firma Transport Herrmann aus Gams brachte die Kabine mittels Sondertransport nach Wildhaus. Die Fahrt vom Werkhof in Staad, wo die Kabine zwischengelagert wurde, über Gams ins Toggenburg dauerte gerade mal eineinhalb Stunden. Hindernisse gab es keine, wie Chauffeur Hans-Werner Preisig sagt. «Das Einzige, was hätte schwierig werden können, ist die Höhe. Jedoch verlief alles problemlos», erklärt er. Es schien beinahe unmöglich zu sein, dass ein Lastwagen mühelos zum Ferienheim hochkommt, denn die Strasse ist eng. Hans-Werner Preisig nahm die Herausforderung jedoch routiniert in Angriff. «Ich fahre viel lieber solche Routen als stundenlang auf der Autobahn», erklärt er schmunzelnd. Auch für ihn war es ein spezieller Moment, als das Mühleggbähnli abgeladen wurde. «Ich bin in St. Georgen aufgewachsen. Daher macht es mich schon ein wenig stolz, dass ich nun die Kabine hierher transportieren durfte», sagt er.

Schon bald für die Kinder einsatzbereit

Beim Ferienheim Bodenweidli angekommen, wurde die Kabine vorsichtig vom Lastwagen gehoben und auf dem neuen Fundament platziert. Der Aufbau verging im Nu. Nur gerade zehn Minuten dauerte es, bis die Kabine sicher an ihrem Platz neben dem Ferienheim stand.

Kaum auf dem Fundament wurde die Kabine auch bereits von den ersten Kindern erobert. «Das ist total cool», freute sich ein Mädchen. Ganz fertig ist der Aufbau der Kabine allerdings noch nicht. Bevor sie sich definitiv Spielgerät für die Kinder nennen darf, wird noch eine Rampe montiert, die den Einstieg erleichtert. Ob auch im Innern der Kabine noch etwas geändert wird, wird sich zeigen. «Vielleicht montieren wir noch einen Tisch rein, konkret haben wir uns das aber noch nicht überlegt», erklärt Peter Vollenweider. Sicher ist, dass die Kabine, die einst die Stadt-St. Galler erfreute, schon bald vielen Kindern ans Herz wachsen wird.