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Neue Wiga will Gewerbevereine ins Boot holen – ein schwieriges Unterfangen

Die Gewerbevereine der Region Werdenberg haben von den Trägern der neuen AG das Angebot erhalten, sich gemeinsam mit 30 Prozent und so zusammen als grösste Aktionäre an der neuen Firma zu beteiligen. Diese kritisieren das einseitige Vorpreschen.
Thomas Schwizer
Sie hoffen, dass die Gewerbevereine im Rahmen einer massgeblichen Beteiligung die Wiga 2019 mittragen: Stadtpräsident Daniel Gut und die bisherigen Träger der neuen Firma, welche dank den Namensrechten die Wiga 2018 als "gesichert" bezeichnet. (Bild: Thomas Schwizer)

Sie hoffen, dass die Gewerbevereine im Rahmen einer massgeblichen Beteiligung die Wiga 2019 mittragen: Stadtpräsident Daniel Gut und die bisherigen Träger der neuen Firma, welche dank den Namensrechten die Wiga 2018 als "gesichert" bezeichnet. (Bild: Thomas Schwizer)

Die Gewerbevereine hatten den Ball ins Rollen gebracht, weil sie für ihre Teilnahme an der Wiga 2019 zahlreiche Forderungen an die Wigab AG stellten. Diese Forderungen seien erfüllt worden, sagten die neuen Träger gestern. Einige Präsidenten seien persönlich von ihnen vorinformiert worden, sagten sie weiter. Nachträglich wäre es besser gewesen, sie hätten gleich direkt mit der WWO-Führung gesprochen, gestanden sie selbstkritisch ein.

«Verhalten positive Signale» ausgemacht

Hardy Rothenberger, Harry Müntener und Hansjörg Lutzi, die Initianten und aktuellen drei Aktionäre der neuen Wiga-Trägerfirma, drückten am Donnerstag vor den Medien ihre grosse Hoffnung aus, dass die Gewerbevereine das Angebot annehmen. Sie berichteten von «verhalten positiven Signalen». Sie hoffen, dass sie an der nächsten Sitzung der Gewerbepräsidenten, die in der Werdenberger Wirtschaftsorganisation (WWO) zusammen geschlossen sind, ihr Konzept nochmals präsentieren dürfen. Diese findet nächste Woche statt.

«Es darf keinen starken, dominanten Aktionär geben wie bei der vorherigen Lösung», ist für die drei designierten Verwaltungsräte klar. Sie wollen eine Struktur, «die sicherstellt, dass es für Entscheide mindestens drei Verwaltungsräte braucht». Für die Finanzen werde eine lokale, renommierte Treuhandfirma beauftragt, hiess es gestern.

Gewerbepräsident: «Höhere Beteiligung ist nötig»

Keine Freude am Vorpreschen der drei Initianten hat Päuli Kohler, Präsident der WWO und der IG Grabs. Die WWO sei auf Grund der Signale der Wigab AG «davon ausgegangen, dass die Wiga 2019 nicht stattfindet». Für 2021 wären die Gewerbevereine bereit, eine Lösung zu finden, bei der alle Gewerbevereine und damit alle Gewerbetreibenden gemeinsam Träger und Eigentümer der Wiga wären – nach dem Motto «vom lokalen Gewerbe für das lokale Gewerbe». Kohler betont: «Damit wäre die breitest mögliche Trägerschaft sicher gestellt.»

In einem Gespräch habe man diese Woche den drei Trägern der gestern präsentierten Lösung klar gemacht, dass die Gewerbevereine 50 Prozent der Ausstellungsfläche belegen und deshalb eine Beteiligung im Verhältnis zu diesem Mehrwert nötig sei. Päuli Kohler teilt die Aussage von Leone Ming, die verbleibende Zeit bis zur Wiga 2019 sei sportlich. Es bereite den Gewerbepräsidenten Sorge, ob eine Wiga 2019 mit hoher Qualität noch zu schaffen ist.

Sanierungsplan für Wigab AG

Nach dem Verkauf der Namensrechte und des Ausführungsdatums der Wiga 2019 an die neue Firma (in Gründung) stellt sich die Frage, wie es finanziell um die Wigab AG steht. Diese hat bisher die Verantwortung für die Wiga getragen. Verwaltungsratspräsident Josef Müller-Tschirky, der mit ihr in den Verwaltungsrat eingetreten ist, sei bereits wieder zurückgetreten, bestätigt Verwaltungsrätin Christine Hug-Stauffacher auf Anfrage. Die Gastro-Fachfrau und Immobilienbetreuerin ist erst seit zwei Monaten als Verwaltungsrätin der Wigab AG eingetragen, was sie nun nur noch alleine ist.

Das Unternehmen hat nach Auskunft von Hug-Stauffacher einen Bilanz-Sanierungsplan in Auftrag gegeben. Erst wenn er vorliege, zeige sich, wie es finanziell steht. Sie findet die Lösung mit der neuen, von regionalen Gewerbevertretern getragene Firma eine gute Lösung – eine bessere sei nicht vorgelegen. Hug-Stauffacher ist froh, dass sie mit der Abgabe der Wiga-Rechte «den Druck bezüglich der Wiga 2019 nicht mehr tragen muss». (ts)

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