Werdenberg: Neue rechtliche Basis für kirchlichen Zweckverband geschaffen

Die fünf Katholischen Kirchgemeinden im Werdenberg gründeten den Zweckverband der Kirchgemeinden in der Seelsorgeeinheit Werdenberg.

Hanspeter Thurnherr
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Der Verwaltungsrat des neuen Zweckverbandes: Fabienne Abderhalden, Sandra Siegfried, Carmen Suhner, Renata Eugster, Julius Hirtenlechner, Matthias Wettstein, Mirjam Frei, Irene Wenk, Erich Steiger, Walter Frei und Manuela Neuhaus (von links). (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Der Verwaltungsrat des neuen Zweckverbandes: Fabienne Abderhalden, Sandra Siegfried, Carmen Suhner, Renata Eugster, Julius Hirtenlechner, Matthias Wettstein, Mirjam Frei, Irene Wenk, Erich Steiger, Walter Frei und Manuela Neuhaus (von links). (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Der 1. Januar 2019 markiert einen Neustart für die Katholischen Kirchgemeinden im Werdenberg. Rückwirkend auf dieses Datum gründeten am Mittwochabend die Delegierten der fünf Kirchgemeinden Wartau, Sevelen, Buchs-Grabs, Gams und Sennwald den Zweckverband. Seit 2005 sind die fünf Pfarreien pastoral in der Seelsorgeeinheit Werdenberg zusammengefasst. Seit 2015 sind auch alle anderen Pfarreien im Kanton St. Gallen in Seelsorgeeinheiten (SSE) organisiert. Weil jedoch für die staatskirchenrechtliche Verwaltung dieser Einheiten die rechtlichen Grundlagen fehlten, beauftragte bereits im November 2013 das Katholische Kollegium (Parlament der Katholiken im Kanton) den Administrationsrat («Regierung»), rechtliche Grundlagen auszuarbeiten. Das im Juni 2016 vom Katholischen Kollegium verabschiedete Verbandsdekret verpflichtet die Kirchgemeinden, sich innerhalb der SSE zu einem Zweck- oder Gemeindeverband zusammenzuschliessen.

Zwei-Jahres-Turnus beim Präsidium

Der Werdenberger Zweckverband wird von einem Verwaltungsrat geführt, in welchem jede Kirchgemeinde mit zwei Kirchenverwaltungsräten vertreten ist. Der neue Rat setzt sich aus Walter Frei und Manuela Neuhaus (Wartau), Julius Hirtenlechner und Mirjam Frei (Sevelen), Erich Steiger und Fabienne Abderhalden (Buchs-Grabs) Matthias Wettstein und Irene Wenk (Gams) sowie Renata Eugster und Sandra Siegfried (Sennwald) zusammen. Zum Präsidenten wählten die Delegierten Julius Hirtenlechner, als Vizepräsidenten Erich Steiger und als Aktuarin und Rechnungsführerin Carmen Suhner. Das Präsidium wird im zweijährigen Turnus von einer Kirchgemeinde zur anderen wechseln.

Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des neuen Verbandes setzt sich aus je einem GPK-Mitglied der fünf Kirchgemeinden zusammen. Namentlich sind es Brigitte Stump (Wartau), Viktor Toresan (Sevelen), Harald Wieser (Buchs-Grabs), Sandro Berger (Gams) und Elisabeth Kaufmann (Sennwald). Die Delegierten verabschiedeten auch das erste Budget des neuen Zweckverbandes, das Aufwendungen von rund 535000 Franken für kirchgemeindeübergreifende Aufgaben vorsieht. Diese Kosten werden auf die einzelnen Kirchgemeinden im Verhältnis der katholischen Einwohner aufgeteilt.

Geschenk für den Kreisratspräsidenten

Seit der Gründung der SSE Werdenberg hatten sich die fünf Kirchgemeinden mit einem «Kreisrat» beholfen, um trotz fehlender rechtlicher Grundlagen die Zusammenarbeit in der SSE zu organisieren sowie die Anstellung von Personal und die Finanzierung zu regeln. Dessen aktueller Präsident, Walter Frei, leitete nicht nur die Gründungsversammlung, sondern auch – mit viel Einsatz – die intensiven Vorarbeiten, wie Julius Hirtenlechner lobte. Walter Frei erhielt von ihm für seine nun beendete Arbeit als Kreisratspräsident ein kleines Geschenk.