Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Neue Besitzer der «Traube» in Buchs haben Pläne für ein Stadthotel

Das Gasthaus Traube und der Stall Rohrer nebenan haben neue Besitzer. Sie wollen die «Traube» so erhalten wie sie heute ist, und daneben ein Stadthotel realisieren. Die bisherigen Besitzer Norma und Richard Gehin bleiben noch zwei Jahre Pächter des denkmalgeschützten Gasthauses.
Thomas Schwizer
Das Gasthaus Traube soll auch unter den neuen Besitzern seinen Dorfbeizcharakter und kulinarische Erlebnisse behalten. Der Stall links daneben soll laut erster Idee ein kleines Stadthotel werden. (Bild: Thomas Schwizer)

Das Gasthaus Traube soll auch unter den neuen Besitzern seinen Dorfbeizcharakter und kulinarische Erlebnisse behalten. Der Stall links daneben soll laut erster Idee ein kleines Stadthotel werden. (Bild: Thomas Schwizer)

Mit dem Kauf des denkmalgeschützten Gasthauses Traube und des Stalles nebenan bringt die Katvan Immo AG wieder jenes Areal zusammen, das zusammengehört. Das erklärt Katharina Schertler Secli, Präsidentin des Verwaltungsrates der Buchser Immobilienfirma, die sie und ihr Mann Ivan Secli Ende 2016 gegründet haben.

Norma und Richard Gehin-Keel werden nach dem Verkauf ihres Gasthauses für zwei Jahre als Pächter weiterhin für das Wohl ihrer Gäste besorgt sein. (Bild: Thomas Schwizer)

Norma und Richard Gehin-Keel werden nach dem Verkauf ihres Gasthauses für zwei Jahre als Pächter weiterhin für das Wohl ihrer Gäste besorgt sein. (Bild: Thomas Schwizer)

Der Stall und die um 1835 an zentraler Lage erbaute «Traube» waren ursprünglich baulich verbunden. Das belegt ein unterirdischer Durchgang, der heute durch eine nachträglich errichtete Mauer unterbrochen ist.

Aus dem Stall soll ein kleines Stadthotel werden

Die neue Besitzerin will das Gasthaus Traube für Buchs im heutigen Stil erhalten, versichert Katharina Schertler Secli. Konkret heisst das: Es soll die Dorfbeiz bleiben, in der sich die Bevölkerung trifft, und gleichzeitig kulinarisch etwas Besonderes bieten. Letzteres ist ja in den vergangenen Jahren in der Stadt Buchs rar geworden, nachdem mehrere «Gourmettempel» geschlossen wurden.

Die «Traube» ist denkmalgeschützt. Sie werde wenn nötig sanft renoviert, aber grundsätzlich im heutigen Zustand erhalten, verspricht die Katvan-Immo-Präsidentin. Für den nebenan stehenden Stall Rohrer ist angedacht, dass hier ein kleines, hübsches Stadthotel entstehen soll. Es soll baulich zur «Traube» und ins Zentrum passen. «Unsere Ideen stehen aber ganz am Anfang», erläutert Schertler Secli.

Zuerst wurde der Katvan Immo AG der Stall zum Kauf angeboten. Er gehörte noch der Familie von Oberst Johann Rohrer, der um 1884 die heutige Gaststätte gegründet hat. Als dann auch das Verkaufsangebot für die «Traube» dazu kam, habe das Ganze für sie gestimmt.

«Wir investieren nicht in «Renditeblöcke»

Schertler Secli ist froh, dass Zeit für die Planung zur Verfügung steht. Denn die bisherigen Besitzer der «Traube», Norma und Richard Gehin-Keel, bleiben noch für zwei Jahre als Pächter tätig. So könne man in Ruhe neue Pächter finden, die hierher passen und das Hotel und die «Traube» führen können. «Uns ist bewusst, dass dies nicht einfach ist», sagt sie.

Hinter der Katvan Immo AG stehe die Vision, dass sie nicht in «Renditeblöcke» investiert, sondern in Projekte, welche der Gesellschaft dienen. Dazu passe ein Gasthaus wie die «Traube» und ein hübsches Hotel, «das der Stadt Buchs gut anstehen würde», stellt Schertler Secli fest. Eine Pacht für ein Restaurant mit Hotel sei eine Riesenaufgabe. Deshalb müsse man guten Pächtern ermöglichen, etwas verdienen zu können.

Ein schützenswerter Einzelbau

Die «Traube» wurde um 1835 an zentraler Lage im damaligen Ortskern von Buchs als Taverne eröffnet. Ab etwa 1847 war im Haus die Bierbrauerei «zur Traube» untergebracht. Die heutige Gaststätte geht auf Oberst Johann Rohrer (1834–1921) zurück. Mit der Auslagerung der Brauerei in einen nebenan erstellten Neubau liess Rohrer um 1884 das Kühlschiff zum Restaurant und das Sudhaus zum Speisesaal umgestalten. Die Brauerei existierte unter den Namen Rohrer und Zirfass & Co. bis 1981. Bis etwa 1904 tagte in der Traube das Bezirksgericht, wovon der gut erhaltene Gerichtssaal im Obergeschoss zeugt.
Der Speisesaal beeindruckt mit einer ebenso prächtigen wie kompletten Ausstattung in Formen des Historismus. Kunstvolle Täfer, Wandbilder und Dekorationsmalereien datieren von 1884. Trinksprüche, Puttenmotive sowie Landschaftsbilder zieren die Wände im Speisesaal. Das einzigartige Bildprogramm verweist auf das reine Wasser aus den Bergen als Grundlage aller Bierbraukunst. Die historische Ausstattung wird von zahlreichen Elementen wie den Deckenleuchten, Bleiverglasungen oder Gusseisensäulen vervollständigt.
Die Restaurierung des Speisesaals 1970 erfolgte unter Beteiligung der kantonalen Denkmalpflege, der politischen Gemeinde Buchs und der damaligen Wirtsfamilie. Die «Traube» wurde während eineinhalb Jahrhunderten in Händen der Familie Rohrer zu einem Fixpunkt im gesellschaftlichen Leben von Buchs.
Beim jüngsten Umbau 2007/2008 legte man grössten Wert auf die Erhaltung in Verbindung mit sanfter Neugestaltung. Prunkstück des historischen Gasthauses ist damals wie heute der Speisesaal. (Quelle: www.traube-buchs.ch)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.