Nachwuchsarbeit beim FC Grabs geht in die nächste Runde

Der Schritt nach vorne gelingt dem FC Grabs nur dann, wenn das junge Team konstant spielt.

Robert Kucera
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Nur eine Momentaufnahme am Werdenberger Cup: In der Meisterschaft wird der 38-jährige Trainer Thomas Eggenberger meist von der Seitenlinie aus die richtigen Impulse geben. Bild: Robert Kucera

Nur eine Momentaufnahme am Werdenberger Cup: In der Meisterschaft wird der 38-jährige Trainer Thomas Eggenberger meist von der Seitenlinie aus die richtigen Impulse geben. Bild: Robert Kucera

Fussball «Wir wollen weiterhin auf die eigenen Junioren setzen. Ihnen die Chance geben und etwas Nachhaltiges aufbauen. Das ist unser Ziel», hält Grabs-Trainer Thomas Eggenberger fest. Treten mal die älteren Spieler ab, wolle man immer noch eine funktionierende Mannschaft haben.

Erneut darf der Trainer neue B-Junioren einbauen. Zwei Abgänge aus schulischen Gründen hat die Equipe zu verkraften, mit Maiko Käthner (FC Ruggell) kommt ein neuer Spieler auf den Mühlbach.

Es wird Zeit, Rang sieben zu verlassen

Ein grosser Umbruch fand folglich nicht statt, die Mannschaft blieb zusammen. Was Eggenberger eigentlich optimistisch in die neue Saison blicken lassen sollte. Er berichtet von gemachten Fortschritten in der Rückrunde. Vor allem ab dem Moment, als er Spiel für Spiel dieselben Kräfte einsetzen konnte. «Da habe ich viel gutes gesehen», so der Trainer. Er baut darauf, dass die gute Rückrunde haften geblieben ist und dass jeder Spieler gesehen hat, was möglich ist, wenn alle anwesend sind, alle trainieren und so auch ein Konkurrenzkampf um die Startaufstellung stattfindet.

Die erste Mannschaft des FC Grabs nimmt nun die fünfte 4.-Liga-Saison in Angriff. Nach den Rängen acht, sieben, sieben und nochmals sieben wäre es Zeit für einen Schritt vorwärts. «Das hoffen wir», sagt Thomas Eggenberger. «Aber ich bin realistisch. Ich baue auch heuer vier Junioren ein. Und wenn Leistungsträger ausfallen, wird es auch diese Saison schwierig, mehr als Rang sieben zu holen.» Natürlich wünscht sich der Trainer neben Verbesserungen auf dem Feld auch jene in der Tabelle. «Werden wir Fünfte oder Sechste, wäre es eine super Saison. Doch wenn es wieder Rang sieben wird und zwei neue junge Spieler erfolgreich in den Kader integriert werden konnten, bin ich auch glücklich.» Einen Spitzenplatz schliesst er dagegen kategorisch aus: «Uns fehlt es an Erfahrung und Qualität. Da muss man nichts schönreden.»

Keine Abstiegsangst, wenn Spieler gesund bleiben

Eggenberger bezeichnet die 4.-Liga-Gruppe 3 als stark. Man müsse alles daran setzen, um nicht noch in Teufels Küche zu geraten. «Ich bin überzeugt: Bleiben meine Spieler gesund, wird der FC Grabs mit dem Abstieg nichts zu tun haben.» Am Tabellenkopf sieht er Haag: «Dieses Team hat Aufstiegs- Qualitäten, die könnten über sich hinauswachsen.»

In den Derbys will dies auch der FC Grabs. «Für einen kleinen Verein wie wir, sind diese Nachbarschaftsduelle viel wert. Das bringt Zuschauer und Umsatz in der Festwirtschaft. Und auch den Spieler macht es mehr Spass gegen Haag, Buchs, Sevelen oder Trübbach zu spielen, als wenn man ins Bündnerland reisen müsste.»