Nach zweimal Silber nun Gold für Alexandra Helbling

Die in Azmoos aufgewachsene Rollstuhlsportlerin Alexandra Helbling hat am Donnerstag in ihrer Lieblingsdisziplin an der Para Leichtathletik EM über 400 Meter EM-Gold geholt.

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Auf dem Weg zur Goldmedaille: Alexandra Helbling wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Bild Swiss Paralympic)

Auf dem Weg zur Goldmedaille: Alexandra Helbling wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Bild Swiss Paralympic)

Zweimal Silber hat die in Azmoos aufgewachsene und in Nottwil lebende Alexandra Helbling an dieser EM in Berlin schon gewonnen, sieben EM-Medaillen häufte sie bereits in den Jahren zuvor an - und nun stand sie zum ersten Mal ganz zuoberst auf dem Podest. Die verwies die Niederländerin Margriet van den Broek und die Schweizerin Patricia Eachus-Keller auf die Plätze.

Mit Veränderungen in Richtung Tokio 2020

Die Goldmedaille über 400 Meter, ihrer erklärten Lieblingsdisziplin, hat sich nach einem vierten und zwei zweiten Plätzen in den letzten Tagen angekündigt, fühlte sie doch in guter Form. Der von Paul Odermatt trainierten Alexandra Helbling war die Erleichterung anzusehen. Sie startete als Favoritin zu den 400 Metern und holte sich über diese Distanz nach Bronze 2016 erstmals an einer internationalen Meisterschaft den Sieg. «Auf dem Weg an die Paralympics 2020 in Tokio», so die neue Europameisterin, «habe ich damit ein wichtiges Zwischenziel erreicht.» Umstellungen im Training, der Wechsel auf der Bahn zu Paul Odermatt trugen entscheidend zur Leistungssteigerung bei.

Sie strahlt: Alexandra Helbling hat ihre dritte EM-Medaille in Berlin und die zehnte ihrer Karriere geholt. (Bild: Swiss Paralympic)

Sie strahlt: Alexandra Helbling hat ihre dritte EM-Medaille in Berlin und die zehnte ihrer Karriere geholt. (Bild: Swiss Paralympic)

Bereits am Samstag nimmt sie über 100 Meter und am Sonntag über 800 Meter weitere Podestplätze ins Visier. Am Montag wird das überaus erfolgreiche Schweizer Para-Leichtathletikteam am Flughafen in Zürich empfangen. (ab/pd)