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Beim Ausfüllen des Unfallprotokolls eingeschlafen: St.Galler Kantonspolizei überführt 22-Jährigen des Drogenkonsums

Am helllichten Tag verursachte ein 22-jähriger Lenker am Montagvormittag auf der St.Gallerstrasse beim Dorf Werdenberg (Grabs) eine Streifkollision auf der Gegenfahrbahn. Der Sachschaden ist beträchtlich. Die unschuldig beteiligte Lenkerin hegte beim Ausfüllen des Unfallprotokolls Zweifel am Fahrzustand des Unfallverursachers. Sie bot die Kantonspolizei auf. Diese stellte fest, dass der 22-Jährige unter Drogeneinfluss stand.
Thomas Schwizer
Wenn bei einem Verkehrsunfall nur Sachschaden angerichtet wird und ein Schuldeingeständnis des Verursachers vorliegt: Das Ausfüllen des Europäischen Unfallprotokolls ist wichtig, damit die Versicherung alle nötigen Angaben hat. (Bild: Thomas Schwizer)

Wenn bei einem Verkehrsunfall nur Sachschaden angerichtet wird und ein Schuldeingeständnis des Verursachers vorliegt: Das Ausfüllen des Europäischen Unfallprotokolls ist wichtig, damit die Versicherung alle nötigen Angaben hat. (Bild: Thomas Schwizer)

Der 22-Jährige fuhr am Montag um 10.20 Uhr aus Haag-Grabs auf der St.Gallerstrasse in Richtung Buchs. Auf Höhe der Berufskleiderfabrik geriet er auf die Gegenfahrbahn. In der Folge streifte sein Auto das korrekt entgegenkommende Fahrzeug, das von einer 29-jährigen Frau gelenkt wurde.

Beim Ausfüllen des Unfallprotokolls öfter eingeschlafen

Da beim Unfall niemand verletzt worden ist und die Schuldfrage eindeutig war, einigten sich die beiden am Unfall Beteiligten auf das Ausfüllen des Europäischen Unfallprotokolls zu Handen der jeweiligen Versicherung. Weil der 22-jährige beim Ausfüllen dieses Protokolls öfter einschlief, alarmierte die 29-Jährige die Kantonspolizei St.Gallen. Diese führte beim Verursacher des Unfalls einen Drogenschnelltest durch, der positiv ausfiel.

Der 22-Jährige musste seinen Führerausweis auf der Stelle abgeben. Zudem wurde durch die Staatsanwaltschaft die Abnahme einer Blut- und Urinprobe angeordnet. Der Sachschaden an den Autos beträgt mehrere tausend Franken.

Wann muss oder soll man die Polizei beiziehen?

In diesem Fall zeigte sich, dass der Beizug der Polizei angezeigt war. Das stellt Hanspeter Krüsi, Leiter Kommunikation der Kantonspolizei St.Gallen, auf Anfrage des Werdenberger & Obertoggenburger fest. Er informiert darüber, wann die Polizei beigezogen werden muss oder soll und wann dies nicht nötig ist.

Pflicht ist der Beizug des Kantonspolizei, wenn

  • jemand bei einem Verkehrsunfall verletzt wird
  • der Unfallverursacher einen Schaden angerichtet hat und den Geschädigten nicht orientieren kann, um ein schriftliches Schuldeingeständnis abzugeben

Dringend empfohlen ist der Beizug der Kantonspolizei, wenn

  • die am Unfall Beteiligten über den Hergang des Unfalls nicht einig sind
  • die am Unfall Beteiligten in der Schuldfrage uneinig sind
  • ein am Unfall Beteiligter etwas Verdächtiges feststellt - was sich im aktuellen Fall vom Montag in Werdenberg mit dem Drogennachweis bestätigte

Nicht unbedingt nötig ist der Beizug der Kantonspolizei, wenn

  • ein Unfallverursacher den Geschädigten/die Geschädigte vor Ort über den angerichteten Sachschaden informieren und ihm ein schriftliches Schuldeingeständnis abgeben kann

Wird die Kantonspolizei nicht beigezogen, empfiehlt die Polizei unbedingt das Ausfüllen des Europäischen Unfallprotokolls. Es enthält alle Angaben, welche die Versicherung des Unfallverursachers für die Abwicklung des Schadenfalls benötigt. Es muss unbedingt von beiden am Unfall beteiligten Lenkern/Lenkerinnen unterzeichnet werden.

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