Nach dem Hochwasser-Ereignis in der Wetti: zwei Massnahmen gegen weitere Rückstaus von Meteorwasser sind im Gang

Die Gemeinde Grabs setzt zwei Massnahmen zum Schutz von Gebäuden im Gebiet Wetti/Werdenberg um. Mit dem Investitionsbudget 2020 wird in Grabs und Buchs über die Realisierung eines Regenwasserpumpwerks entschieden.

Thomas Schwizer
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Wenn die beiden Massnahmen nächstes Jahr umgesetzt sind, sollen Wasserschäden und solche Feuerwehreinsätze im Gebiet Wetti verhindert werden. (Bild: Thomas Schwizer)

Wenn die beiden Massnahmen nächstes Jahr umgesetzt sind, sollen Wasserschäden und solche Feuerwehreinsätze im Gebiet Wetti verhindert werden. (Bild: Thomas Schwizer)

Ein Teil der Wassereinbrüche in Gebäude-Untergeschossen im Gebiet Wetti in der Nacht auf gestern Mittwoch ist auf einen Meteorwasser-Rückstau zurückzuführen. Das bestätigt der Grabser Gemeindepräsident Niklaus Lippuner auf Anfrage des Werdenberger&Obertoggenburger.

Nach Ereignis im September 2017 aktiv geworden

Er bedauert, dass das aktuelle Ereignis nicht verhindert werden konnte. Denn nach dem Starkregen-Ereignis vom 1.September 2017 im Gebiet Finkenweg (ebenfalls Ortsteil Werdenberg) mit Wasserschäden habe der Gemeinderat die Situation zusammen mit Ingenieuren und dem Leiter Tiefbau der Politischen Gemeinde eingehend geprüft.

Daraus sind zwei konkrete Massnahmen hervorgegangen. Die erste ist die Kontrolle von 300 Liegenschaften im Gebiet bezüglich Fehlanschlüssen von Meteorleitungen, die in die Kanalisation führen. Sie wurde 2018 gestartet, bis 2020 werden alle Anschlüsse überprüft und wo nötig korrigiert. Die bisher festgestellten Fehlanschlüsse werden laufend behoben.

Regenwasserpumpwerk soll weitere Fälle verhindern

Die Umsetzung der zweiten massgebenden Massnahme ist im kommenden Jahr geplant und erfolgt in Absprache mit der Stadt Buchs. Mit dem Bau eines Regenwasserpumpwerks auf Buchser Gemeindegebiet sollen künftige Rückstaus des Meteorwassers verhindert werden, welche die hoch gehende Wetti verursacht.

Auf Antrag des Gemeinderates Grabs hat der Stadtrat Buchs am 1.April 2019 dem Vorprojekt und dem Kostenteiler zugestimmt.

Bürgerschaft entscheidet mit Investitionsbudget

Der Löwenanteil der Investition, die sich gemäss Kostenschätzung auf knapp 800000 Franken beläuft, entfällt dabei gemäss betroffener Anzahl Liegenschaften auf Grabs. In beiden Gemeinden wird der Investitionsanteil der Bürgerschaft mit dem Budget 2020 unterbreitet.

Die rasche Realisierung ist für Niklaus Lippuner zwingend, um solche Schadenereignisse in Zukunft zu verhindern.