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Nach dem Brandfall in Grabs: "Wir sind überwältigt von so viel Solidarität"

Am 22. April verloren drei Parteien aus der gleichen Familie bei einem Brand das Dach über dem Kopf und all ihr Hab und Gut. Sie erlebten eine grosse Hilfsbereitschaft. Der Schock bei den drei betroffenen Parteien der Familie Riedener mit insgesamt neun Personen ist dennoch bis heute nicht ganz überwunden.
Thomas Schwizer
Drei Parteien aus der gleichen Familie verloren beim Brand am 22. April ihr ganzes Hab und Gut. Der Schock ist noch nicht ganz verarbeitet. (Bild: tvo)

Drei Parteien aus der gleichen Familie verloren beim Brand am 22. April ihr ganzes Hab und Gut. Der Schock ist noch nicht ganz verarbeitet. (Bild: tvo)


Die über 80-jährigen Eltern sassen am schönen Frühlingssonntag, 22.April, im Garten, als Rauch aus dem Mehrfamilienhaus an der Dorfstrasse drang. Die Feuerwehren aus Gams, Grabs und Buchs waren schnell vor Ort, konnten aber nicht verhindern, dass das Haus durch den Brandfall unbewohnbar wurde. Die drei Generationen aus der selben Familie verloren durch diesen Schicksalsschlag völlig unerwartet das Dach über dem Kopf. Zudem war all ihr Hab und Gut unbrauchbar geworden: Möbel, Kleider, Küchengeräte und -utensilien, elektronische Geräte wie Fernsehapparate etc.

Erstunterkunft bei Familienangehörigen

Die Wohngemeinde Grabs hat noch am Unglückssonntag ihre Unterstützung angeboten, schildern die Familien nun, etwas mehr als fünf Wochen nach dem Unglück. Die von der Gemeinde angebotenen Notunterkünfte mussten nicht in Anspruch genommen werden, da die betroffenen Parteien bei Verwandten im Dorf und in Nachbardörfern vorläufig Unterschlupf fanden. Das hat sich für die Brandopfer als tröstend erwiesen, weil sie so mit den Familienangehörigen über das Geschehene sprechen konnte, um es so etwas besser akzeptieren zu können.

Familienangehörige, die selbst nicht im Mehrfamilienhaus an der Dorfstrasse in Grabs wohnten und teils sofort ihre Ferien abbrachen, nahmen verschiedenste Sofortabklärungen vor, wie es nun für die Betroffenen weiter gehen soll.

Rasch geeignete Wohnungen gefunden

Zentral war dabei die rasche Suche nach geeignetem Ersatzwohnraum. Dabei war der Wunsch, dass dieser möglichst im gleichen Dorf, also in Grabs, gefunden werden konnte. Das war besonders für die bereits betagten Eltern wichtig. Denn sie hatten mehr als ihr halbes Leben im, nun nicht mehr nutzbaren Haus gewohnt und wollten verständlicherweise nicht aus der vertrauten Umgebung und von den ihnen bekannten Leuten wegziehen.

Glück im Unglück hatten sie, dass ganz in der Nähe, ebenfalls in einem Haus an der Dorfstrasse, eine Wohnung für sie gefunden werden konnte. Im selben Haus konnte auch ihr Sohn eine Wohnung beziehen, gleich bei seinen betagten Eltern. Damit konnte für diese beiden Parteien eine ideale Lösung gefunden werden, und die Eltern konnten bereits nach rund zwei Wochen am neuen Ort einziehen. Auch für die Schwägerin mit den Kindern, die in der dritten Wohnung des Brandobjektes lebte, konnte in Grabs eine gute Lösung gefunden werden.

Beeindruckende Welle der Unterstützung

Für den Einzug in die drei neuen Wohnungen brauchten die betroffenen Familienangehörigen neue Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände, weil sie beim Brandfall alles verloren haben. Hier konnten sie auf sehr breite Unterstützung zählen, wie sie fünf Wochen nach dem Unglücksfall schildern. «Wir sind überwältigt von so viel Solidarität», betonen die Familien.

So hat ihnen die Gemeinde sehr gut erhaltene Möbel geschenkt, die sie gelagert hat. Zudem hat sie umgehend ein Solidaritäts-Bankkonto eingerichtet, auf das grosszügige Spenden eingingen, welche den Kauf des Nötigsten ermöglichten. Ein Aufruf einer Enkelin auf Facebook löste ebenfalls eine Solidaritätswelle und Hilfsbereitschaft aus, weit über die Region hinaus. «Wir sind sehr dankbar für die Geld- und Sachspenden, die wir erhalten haben – auch von uns unbekannten Leuten», betont die Familie. Ein Lob erhält auch die Versicherung, die für den Schaden am Mobiliar innert kürzester Zeit unbürokratisch eine erste Auszahlung vornahm.

Die Familie ist für die erfahrene Hilfe dankbar. Dabei erwähnt sie Gemeindepräsident Niklaus Lippuner und Sozialamtsleiter Rico Risch, die spontan und unkompliziert Hilfe der Gemeinde geboten hätten. Die Nachbarfamilien Reich und Schweizer an der Dorfstrasse hätten noch während des Brandfalls für eine liebevolle und wertvolle Betreuung der Betroffenen gesorgt. Und die Feuerwehren hätten einen schnellen und professionellen Einsatz gezeigt.

Verarbeitung braucht Zeit

Angesichts der grossen Hilfsbereitschaft sprechen die Familien heute von Glück im Unglück. Im Grossen und Ganzen gehe es allen Betroffenen gut. Die emotionale Belastung sei allerdings sicher noch immer vorhanden, besonders bei den Eltern. Es sei für Betroffene ein Schock, wenn man plötzlich das Haus und das ganze Hab und Gut verloren habe, das einem gewohnt und lieb sei. Bis der Brandfall richtig verdaut und die Bilder vom brennenden Hab und Gut im Kopf verschwinden, brauche es sicher noch etwas mehr Zeit. Die Solidarität, die sie erfahren haben, ist ein wichtiger Beitrag, dass dies gelingt.

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