Nach Coronafall an der HPS Trübbach schnell reagiert – drei Klassen sind in Quarantäne

Ein Coronatest bei einer Fachperson der Heilpädagogischen Schule fiel positiv aus. Dies hat nun Folgen für 18 Schüler und vier Angestellte.

Michael Braun
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Eine Fachperson wurde positiv getestet.

Eine Fachperson wurde positiv getestet.

Bild: Urs Lindt/freshfocus (Bern, 8.April 2020)
«Das Coronavirus hat leider vor unseren Türen nicht haltgemacht.»

So steht es in der Pressemitteilung, die am Mittwoch durch die HPV (Heilpädagogische Vereinigung Sarganserland-Werdenberg Trübbach) veröffentlicht wurde und der W&O am Freitag auf Anfrage erhalten hat.

Eine Fachlehrperson wurde positiv auf das Coronavirus getestet, worauf drei Klassen (18 Schüler und vier Angestellte) in Quarantäne mussten. An der Schule gab es bereits vor dem Vorfall ein Schutzkonzept, welches die kantonalen Vorgaben vollständig erfüllte, so die Institutionsleiterin Annalise Rohrer.

Erster bekannter Fall in der Region Werdenberg

Dies ist nicht der erste solche Fall im Kanton St. Gallen. So waren etwa Ende August in Oberuzwil zwei Kindergarten-Klassen in Quarantäne, nachdem eine unterrichtende Person positiv auf das Virus getestet wurde. Jedoch ist es der erste bekannte Fall in der W&O-Region.

Umgehende Reaktion der Schulleitung

Die HPV hat sich am Dienstag sofort mit dem kantonalen Contact-Tracing-Team, dem Kantonsarztamt sowie der Schulärztin in Verbindung gesetzt. Auch die Eltern der betroffenen Kinder wurden unverzüglich durch die Schule informiert und instruiert. Die getroffenen Massnahmen wurden am Dienstag und Mittwoch unmittelbar umgesetzt.

Die Quarantäne der betroffenen Schüler und Angestellten wird zehn Tage dauern. Diese Bestimmung liegt in der Kompetenz des Contact-Tracing-Teams des Kantons, wie die Institutionsleiterin mitteilte. Zudem werden kantonale Vorgaben eingehalten und Änderungen diesbezüglich, umgehend umgesetzt.

Nicht betroffene Schulklassen werden weiterhin beschult

Trotz des positiven Test ist der Schulbetrieb an der HPS nicht eingestellt worden. Die nicht betroffenen Schülerinnen und Schüler werden weiterhin beschult.

Bereits seit der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts am 11. Mai verfügt die Schule über ein Schutzkonzept, um die Schülerinnen und Schüler zu schützen, wie aus einem Schreiben der Schulleitung an die Eltern hervorgeht.

Dank der kleinen Klassen konnte, ausser in den Abschlussklassen, auf den Halbklassenunterricht verzichtet werden. Die Schulzeiten einiger Kinder wurden verkürzt, um eine geringere Auslastung der Schulbusse zu gewährleisten. Ausserdem wurde, wo immer umsetzbar, ein möglich gewöhnlicher Schulalltag der Kinder gewährleistet.

Gute Kommunikation zwischen Kanton und Schule

Bereits im Vorfeld wurde die Schule vom Kanton bestens informiert, wie die Institutionsleiterin Annalise Rohrer mitteilt. Zudem stehe die HPS mit den zuständigen Fachpersonen in engem Kontakt. In der Medienmitteilung wird zusätzlich darauf verwiesen, dass man durch die gute Betreuung der Fachstellen Sicherheit verliehen bekam. Das Communiqué der Heilpädagogischen Vereinigung schliesst mit dem Satz:

«Alle Massnahmen finden immer mit dem Augenmerk auf die grösstmögliche Sicherheit der Schülerinnen und Schüler sowie dem Personal statt.»

Annalise Rohrer verweist darauf, dass man die Frage nach dem Einfluss auf das Lernverhalten der Schülerinnen und Schüler, aufgrund der Beschulung von kognitiv beeinträchtigten Schülern, nicht klar beantworten könne. Im Übrigen berichtet sie aber:

«Wir stellen fest, dass der Schulablauf erfreulicherweise, ruhig verläuft und die Lehr- und Betreuungspersonen sehr professionell reagiert haben.»