Muslimische Kinder erhalten in Buchs einen freien Tag für das Zuckerfest

An der Schule Buchs erhalten andersgläubige Kinder einen freien Tag, wenn sie einen hohen Feiertag begehen. Das Zuckerfest zum Abschluss des Ramadans gehört dazu.

Katharina Rutz
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Beim Abschluss des Ramadan feiern Muslime zusammen mit ihren Familien ein Fest. (Bild: Kai Schwoerer/Getty Images)

Beim Abschluss des Ramadan feiern Muslime zusammen mit ihren Familien ein Fest. (Bild: Kai Schwoerer/Getty Images)

Verschiedene Medien berichten über Probleme in Schulen, wenn Kinder den Ramadan einhalten und fasten. Dieses Jahr hat der Ramadan anfangs Mai begonnen. Rund 30 Tage lang dürfen gläubige Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder essen noch trinken. Glaubt man den Medienberichten führt das Fasten inzwischen auch an Schweizer Schulen zu Problemen mit Dispensgesuchen muslimischer Eltern und Schüler für Schulwanderungen oder Sportanlässe.

Kein Problem an der Schule Buchs

An der Schule Buchs ist das Fasten allerdings kein Problem, wie Rektorin Marina Lazzerini auf Anfrage bestätigt. «Es gibt an der Schule Buchs Familien und Kinder, welche den Ramadan einhalten», sagt sie. Probleme habe es jedoch deswegen noch keine gegeben. «Wenn Eltern bei uns einen freien Tag für das Zuckerfest zum Abschluss des Ramadans beantragen, gewähren wir diesen», sagt sie.

Weiter seien die verschiedenen Religionen und damit auch der Islam Teil des Lehrplans im Fach «Ethik, Religion, Gemeinschaft». In den selben Medienberichten warnen Mediziner ausserdem, dass Fasten nicht gesund für Kinder sei. Nina Notter von der Kinderarztpraxis in Buchs sagt hingegen, dass sie noch keine Erfahrung mit Kindern hatte, «die wirklich gefastet haben – oder dann taten sie dies ohne Probleme, sodass ich nichts davon mitbekommen habe.»

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