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Musikalischer Hörgenuss in der Sonntagsmatinee «Teachers and Friends»

Unter dem Titel «Teachers and Friends» verwöhnten vier Lehrer der Musikschule Werdenberg zusammen mit drei Gastmusikern das Publikum in der Aula des OZ Flös.
Esther Wyss
Ein abwechslungsreiches Konzertprogramm mit Werken vom Frühbarock bis in die Neuzeit präsentierten Klaus Wladar, Jean Lemaire, Nadja Nigg, Ursula Maurer, Monique Rosset, Raikan Eisenhut, Thomas Maurer (von links). (Bild: Esther Wyss)

Ein abwechslungsreiches Konzertprogramm mit Werken vom Frühbarock bis in die Neuzeit präsentierten Klaus Wladar, Jean Lemaire, Nadja Nigg, Ursula Maurer, Monique Rosset, Raikan Eisenhut, Thomas Maurer (von links). (Bild: Esther Wyss)

Das Spektrum des Konzertprogramms begann mit einem frühbarocken Musikstück aus dem 17.  Jahrhundert und reichte bis ins 20. Jahrhundert. Zum Auftakt spielte das Streichertrio Raikan Eisenhut, Violine, Monique Rosset, Viola, und Thomas Maurer, Gambe, das Werk Ciaccona von Tarquinio Merula. Zart und klar begann die Gambe mit einer einfachen Tonfolge gefolgt von der Viola und der Violine. Die Musiker spielten auf alten Barockinstrumenten, deren Darmseiten­ einen warmen authentischen Klang aus jener Zeit erzeugten. Wundervoll war das Zusammenspiel der beiden Geigerinnen Raikan Eisenhut und Ursula Maurer und dem Gambinisten in der Trio Sonate in d-Moll von Johann Sebastian Bach aus «Musikalisches Opfer». Mit dem lebhaften Vivace, gefolgt vom kurzen Largo und dem darauffolgenden Vivace aus einer Sonata von George Philipp Telemann bewies das Streicher Quartett sein Können und machte hörbar, dass sie seit Jahren gemeinsam musizieren.

Drei Arien zum Thema Liebe

Die Sängerin Nadja Nigg wurde am Flügel einfühlsam vom Pianisten Jean Lemaire begleitet. In allen drei Arien besang sie die Liebe auf verschiedene Weise. Sehnsuchtsvoll, mit schmetternden Höhen sang Nadja Nigg die als Höhepunkt geltende Arie «L’amerò» aus der Oper «Il rè pastore», die Wolfgang Amadeus Mozart im Alter von 19 Jahren in nur einem Monat komponiert hatte. Mit ihrem kräftigen Sopran intonierte die Sängerin die Arie der Lauretta «O mio babbino caro» aus der Oper «Gianni Schicchi» von Giacomo Puccini. Lauretta bittet ihren Vater um Hilfe, um ihren Geliebten heiraten zu können, andernfalls droht sie ihm, sich vom Ponte Vecchio in den Fluss Arno zu stürzen. Mit Inbrunst sang Nigg «Du sollst der Kaiser meiner Seele sein» aus «Der Favorit» vom österreichischen Komponisten Robert Stolz. Für die Sopranistin ist dies eines der schönsten Liebeslieder überhaupt.

Die Gitarre als Konzertinstrument

Gitarre und Piano ist eine gewagte Kombination. Meisterhaft spielte der Gitarrist Klaus Wladar das Stück von Ferdinando Carulli und wurde dabei gekonnt am Flügel von Jean Lemaire begleitet. Durch einen Verstärker konnten sich die Gitarrenklänge gegenüber dem Klavier behaupten. Den beiden Musikern gelang dadurch ein wundervolles Wechselspiel zwischen den beiden ­ungleichen Instrumenten. Der Komponist und Gitarrist Ferdinando Carulli hatte mit seinen Kompositionen die Gitarre in der Frühromantik im 18. Jahrhundert konzertfähig gemacht.

Zum Abschluss des Konzertes spielten Wladar und Lemaire ein Stück aus dem 20. Jahrhundert von Mario Castelnuovo-Tedesco, das dieser für seinen Freund André Segovia komponiert hatte. Perlende Wechsel von Piano und Gitarre, einem Frage- und Antwortspiel gleich und einem überraschenden, perfekt aufeinander abgestimmten Schluss gaben dem Konzert eine besondere Note.

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