Buchs: Der bevorstehende Jahresabschluss wurde musikalisch in der Kirche zelebriert

Am Sonntagabend stand die evangelisch-reformierte Kirche in Buchs im Zeichen des Musikvereins Buchs-Räfis und der Jugendmusik.

Christian Imhof
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Grosses Interesse und grosse Leistung: Ein Abend im Zeichen des Musikvereins Buchs-Räfis und der Jugendmusik.

Grosses Interesse und grosse Leistung: Ein Abend im Zeichen des Musikvereins Buchs-Räfis und der Jugendmusik.

Bild: Christian Imhof

Kurz nach 17 Uhr ging es los in der reformierten Kirche, als die jungen musikalischen Talente bewiesen, wie wichtig Nachwuchsförderung ist, und dass sie in Buchs grossgeschrieben wird. Ihr kurzes Ständchen begeisterte die Angehörigen in den gut gefüllten Bänken, welche aus nah und fern angereist waren und die ersten musikalischen Gehversuche ihrer Sprösslinge, Enkel oder Patenkinder frenetisch zelebrierten.

Musik kann sehr kraftvoll sein

Die Musikgesellschaft, welche ebenfalls unter der Leitung von Christian Mathis stand, übernahm nach vier Stücken das Zepter. Schon nach dem ersten Stück «Folk Dances» war der Zuhörerschaft bewusst, wie kraftvoll Musik klingen kann, wenn live mit einer insgesamt 45 Personen starken Formation losgelegt wird. Die im Jahr 2003 fusionierte Musikgesellschaft hat in den richtigen Momenten einen ungeheuren Druck nach vorne, schafft es aber auch, in den sanften Passagen fast schon zärtlich die Emotionen zu übermitteln.

Unterhaltsames Konzert

Moderatorin Hildegard Fässler schaffte es mit ihrem enormen Allgemeinwissen, dem Publikum noch ein wenig mehr zu den Liedern zu vermitteln. Da sie dies mit Schalk im Nacken zwischen den Liedern tat, machte den Konzertvortrag sehr unterhaltsam.

Wer momentan viel an Adventskonzerte, wie sie überall in der Region stattfinden, tingelt, kommt an den grossen Weihnachtshits fast nicht vorbei. Am Sonntag wurde vom MV Buchs-Räfis originell aufgezeigt, dass nicht alle dem Trend folgen müssen. Hier gab es etwas für musikalische Gourmets, nämlich Klassiker wie «Glasnost» von Dizzy Stratford oder auch das Jahrhundertwerk «Africa» von Toto, statt den immer gleichen Einheitsbrei. Diese Programmierung braucht Mut, bereitet den Menschen in der Region aber auch viel Freude, da sie sonst schon genug von den Weihnachtsschnulzen rund um die Uhr berieselt werden.