Werdenberg Gemeinden rufen in der Corona-Krise auf zum «Miteinander und Füreinander» - Zivilschutz hat eine Meldestelle eingerichtet

Die Zivilschutzorganisation Werdenberg steht bereit für Personen, die Unterstützung benötigen.

Heini Schwendener
Hören
Drucken
Teilen
Vielerorts in der Schweiz steht der Zivilschutz wegen der Corona-Krise im Einsatz.

Vielerorts in der Schweiz steht der Zivilschutz wegen der Corona-Krise im Einsatz.

Bild: Nicole Nars-Zimmer

Die sechs Gemeinden des Werdenbergs rufen die Bevölkerung auf, sich im Umgang mit dem Corona-Virus solidarisch zu verhalten und einander zu helfen. Im Aufruf von Wartau, Sevelen, Buchs, Grabs, Gams und Sennwald heisst es: «Die vom Bund verordneten, einschneidenden Verhaltensregeln und Massnahmen dienen dem Schutz gefährdeter Personen und sollen umgesetzt werden.»

Meldestelle: Wer braucht Hilfe? Wer kann Hilfe leisten?

Damit die Einschränkungen in den nächsten Wochen gemeistert werden können, braucht es die Mithilfe aller. Mit dem Aufruf zum «Miteinander und Füreinander» wenden sich die Gemeinderäte von Sennwald, Gams, Grabs, Sevelen und Wartau sowie der Stadtrat von Buchs an die Bevölkerung. Falls Personen Unterstützung im Alltag benötigen (beispielsweise zum Einkaufen) oder Personen Hilfeleistungen übernehmen können und wollen, werden sie gebeten, sich bei der seit gestern Mittwoch, 18. März, aktiven Zentrale zu melden.

Hierbei geht es um Nachbarschafts- oder Kurierdienste, Einkäufe für gefährdete Personen sowie Anrufe und Angebote zum Gespräch oder Austausch. «Die Werdenberger Gemeinden zählen in dieser ausserordentlichen Situation auf die Unterstützung und Mitwirkung der Bevölkerung und danken für das solidarische Engagement», heisst es im Aufruf der Gemeinde, der auch an die Haushalte im Werdenberg verschickt worden ist.

Zivilschützer schon früher wegen Corona im Einsatz

Die zentrale Meldestelle wird von der Zivilschutzorganisation Werdenberg (ZSO) betreut, für Personen, die Hilfe benötigen oder bieten können.

Das Betreiben dieser Meldestelle ist nicht die erste Aufgabe, welche die Zivilschutzorganisation im Zusammenhang mit dem Corona-Virus übernimmt. Wie ZSO-Kommandant Roland Huber gegenüber dem W&O erklärte, waren einige Zivilschützer bereits während dreier Tage im Einsatz, um Schutzmasken an Arztpraxen, Altersheime, Spitex-Organsiationen und andere Stellen, die im Gesundheitsbereich tätig sind, zu verteilen. Dies war ein Einsatz, der vom kantonalen Gesundheitsdepartement ausgelöst wurde.

Seit Mittwochmorgen stehen nun Zivilschützer im Werdenberg im Einsatz, um die Meldestelle für die Bevölkerung zu betreuen. Ausserdem sind Angehörige der ZSO Werdenberg bereit, bei Bedarf das Gesundheitswesen zu unterstützen. 

Meldestelle der ZSO: Telefon 0817720271 (von 8–17 Uhr, Telefonbeantworter ausserhalb der Bürozeiten); E-Mail: meldestelle@zso-werdenberg.ch