Zu Tisch
«Ein wenig anders, als man es kennt»: Im Berghaus Malbun am Buchserberg werden traditionelle Gerichte modern interpretiert

Die Regionalität liegt Sandra Dobler, der Gastgeberin im Berghaus Malbun, sehr am Herzen. Fleisch, Gemüse und Früchte bezieht sie möglichst in der Umgebung. Die servierten Gerichte sind mit Liebe zum Detail angerichtet und überzeugen nicht nur die Augen, sondern auch im Geschmack.

Corinne Hanselmann
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Gastgeberin Sandra Dobler und Küchenchef Eryk Piecha haben das Berghaus Malbun vor einem Jahr übernommen.

Gastgeberin Sandra Dobler und Küchenchef Eryk Piecha haben das Berghaus Malbun vor einem Jahr übernommen.

Bild: PD

Es ist ziemlich genau ein Jahr her, seit Sandra Dobler mit ihrem Team das Berghaus Malbun auf 1371 Metern über Meer übernommen hat. Zuvor wirtete sie 500 Meter weiter unten am Buchserberg in ihrem eigenen Gasthaus Hölzig Alvier. Aufgrund der engen Platzverhältnisse und der Corona-Abstandsvorschriften hätte sie dort bis heute nicht wieder öffnen können, erzählt die herzliche Gastgeberin.

Mit Blick auf die Drei Schwestern und ins Rheintal

Im 2012 erbauten und stilvoll dekorierten Berghaus dürfen wir an der Fensterfront Platz nehmen, mit Blick zu den Drei Schwestern und ins Rheintal. Bei gutem Wetter soll man bis zum Bodensee sehen.

Burger «Sündiger Alvier».

Burger «Sündiger Alvier».

Bild: Corinne Hanselmann

Zur Vorspeise bestellen wir hausgemachte Zitronen-Thymian-Feta-Knusperli (14.50), die hübsch arrangiert mit einem kleinen Salat und Dip-Sauce serviert werden und einen verheissungsvollen Start in den Abend sind. Anschliessend entscheiden wir uns für das Pouletbrüstli «Gin-Tonic» (38.50), den Burger «Sündiger Alvier» (34.50) mit «dicken Fritten» und die für die Region typischen würzigen Rinds-Zigünerli (45.50) mit hausgemachter Kräuterbutter und Rösti-Kroketten. Auch das Cordon bleu «vom Grabser Süüli» mit Malbuner Alpkäse und Bier-Speck (42.50), das nebenan mehrfach serviert wird, stand in der engen Auswahl.

Ein wenig anders, als man es kennt

Das Freiland-Poulet aus der Region wurde mariniert, niedertemperaturgegart und anschliessend im 800 Grad heissen Beefer kurz angebraten, erklärt die Chefin beim Servieren. Nun kommt es auf dem heissen Stein daher, dekoriert mit Gin-Tonic-Perlen, und ist sehr zart. Alle Gerichte sind mit Liebe zum Detail angerichtet, überzeugen aber nicht nur unsere Augen, sondern auch im Geschmack.

Sandra Dobler erklärt die Philosophie, die sie und ihr Küchenchef Eryk Piecha leben:

«Wir kochen auch typische und traditionelle Gerichte, versuchen aber immer, sie modern zu interpretieren und ein wenig anders zu machen, als man sie kennt.»

Fleisch aus dem Nachbardorf, Gemüse vom Bauer in Buchs

Auf Regionalität legt die Wirtin grossen Wert: «Wir beziehen möglichst alles aus der Umgebung.» Das Fleisch kommt von der Metzgerei im Nachbardorf, das Gemüse vom Bauer in Buchs.

Zum Dessert stünden unter anderem hausgemachte Glaces und Kuchen zur Auswahl. Doch wir sind satt, denn die Portionen waren grosszügig. Wir sind uns einig: Die rund 20-minütige Fahrt von Buchs hoch zum Berghaus Malbun lohnt sich.

Berghaus Malbun, Buchserbergstrasse, 9470 Buchs, Telefon 081 756 15 85, www.malbun.ch. Mi–Fr 11.30–21 Uhr, Sa 10–22 Uhr, So 10–18 Uhr. Vorspeisen/Suppe ab 10.50, Hauptgerichte 29.50 bis 52.50, separate Karte am Mittag.

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