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Mitarbeitende müssen mit der Kurzarbeit einverstanden sein

In der VAT-Gruppe in Haag gibt es ab Montag bis Ende Jahr für 400 Angestellte Kurzarbeit. Was bezweckt diese vom Kanton bewilligte Massnahme und wie wird sie finanziert?
Heini Schwendener
Vom 15. Oktober bis Ende Jahr führt die VAT in Haag Kurzarbeit in der Produktionsabteilung ein. (Bild: Heini Schwendener)

Vom 15. Oktober bis Ende Jahr führt die VAT in Haag Kurzarbeit in der Produktionsabteilung ein. (Bild: Heini Schwendener)

Ende September hatten im Kanton St. Gallen neun Betriebe für knapp 250 Mitarbeitende Kurzarbeit angemeldet. Diese Zahl ist zwischenzeitlich stark angestiegen. Aufgrund der schwierigen Marktsituation führt nämlich die VAT Group AG für 400 Produktionsmitarbeitende der VAT Vakuumventile AG per 15. Oktober Kurzarbeit ein. Der Kanton hat ein entsprechendes Gesuch bewilligt.

Das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen erklärt auf dem Merkblatt «Einführung von Kurzarbeit im Unternehmen», was diese Massnahme bezweckt, wer eine Anspruchsberechtigung hat, wie sie sich finanziell auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auswirkt usw.

Kündigungen verhindern, Betriebsstätten erhalten

Ein Arbeitgeber hat die Möglichkeit, bei einem wirtschaftlich bedingten, unvermeidbaren Auftragseinbruch ein Gesuch um Kurzarbeit beim Amt für Wirtschaft und Arbeit einzureichen. Das Gesuch wird vom Kanton nur bewilligt, wenn damit das Kernziel der Kurzarbeit erreicht wird, das lautet, «bei einer vorübergehenden, schlechten Auftragslage Kündigungen zu verhindern und sowohl Arbeitsplätze als auch Betriebsstätten zu erhalten». In Betrieben, in denen es eine Personalkommission gibt, kann diese Arbeitnehmervertretung die Zustimmung zur Kurzarbeit erteilen. In Betrieben ohne Personalkommission müssen die Mitarbeitenden unterschriftlich bestätigen, dass sie mit der Einführung der Kurzarbeit einverstanden sind. Eine einseitige Anordnung von Kurzarbeit (also eine vorübergehende Abänderung des Arbeitsvertrages) ist nicht statthaft.

Während der Dauer der Kurzarbeit gibt es unter Einhaltung der Fristen kein Kündigungsverbot, weder für Arbeitgebende noch für Arbeitnehmende. Arbeitnehmende, die für die Versicherung (ALV) beitragspflichtig sind oder das AHV-Rentenalter noch nicht erreicht haben, sind bezugsberechtigt. Das Ausmass der Kurzarbeit kann sich im Rahmen von 10 bis 100 Prozent bewegen.

50 Prozent Kurzarbeit, 10 Prozent Lohneinbusse

Welche finanziellen Einbussen müssen Arbeitnehmende durch die Kurzarbeit hinnehmen? Ein Beispiel: Bei einer Kurzarbeit von 50 Prozent werden die geleisteten Arbeitsstunden zu 100 Prozent durch den Arbeitgeber entschädigt, die Ausfallstunden hingegen zu 80 Prozent aus den Versicherungsleistungen (Kurzarbeitsentschädigung). Der Arbeitgeber muss demnach bei 50 Prozent Kurzarbeit eine Lohneinbusse von 10 Prozent des Bruttolohnes hinnehmen. Bei einer Kurzarbeit von 20 Prozent beträgt die Lohneinbusse 4 Prozent des Bruttolohnes.

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