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Wildhaus: Ziel ist ein Skibetrieb am Wochenende

Wenn es optimal läuft, kann am Wochenende auch im Obertoggenburg der Skibetrieb aufgenommen werden. Das Ziel ist allerdings recht ehrgeizig.
Katharina Rutz
So winterlich zeigte sich gestern das Oberdorf in Wildhaus. (Bild: PD)

So winterlich zeigte sich gestern das Oberdorf in Wildhaus. (Bild: PD)

Endlich Schnee. Zwar hat es nicht ganz bis ins Tal gereicht, doch in den Bergen gab es sicherlich die angekündigten 100 Zentimeter Neuschnee, würde man meinen. Leider nicht ganz. «Der Schneefall fiel nicht ganz so ergiebig aus wie vorhergesagt», heisst es sowohl in den Flumserbergen als auch in Wildhaus.

Während die Bergbahnen Flumserberg AG am ersten Dezemberwochenende bereits den Betrieb aufnehmen konnten, starten die Pizolbahnen AG heute mit dem Kinderskikurs und der Gondelbahn in Bad Ragaz. Auch in Wildhaus hofft man am 15. Dezember – wie im Voraus angekündigt – den täglichen Betrieb aufnehmen zu können. «Wir setzen alles daran», sagt Jürg Schustereit, Leiter Marketing der Bergbahnen Wildhaus AG. Die Wettervorhersage dieser Woche lässt hoffen, dass zusätzlich zum Neuschnee einiges an Kunstschnee erzeugt werden kann. Ohne technische Beschneiung wäre noch kein Saisonstart in Sicht.

Webcam: Aktuelle Situation auf dem Oberdorf in Wildhaus

«Um am Wochenende den Skibetrieb aufnehmen zu können, muss normalerweise am Sonntag zuvor die künstliche Beschneiung gestartet werden können», sagt Jürg Schustereit, Marketingleiter der Bergbahnen Wildhaus AG. «Nun sind wir bereits einen Tag im Rückstand.»

Das vergangene Wochenende brachte zwar auch Neuschnee, jedoch nicht so viel wie erwartet. Wegen des Sturms der letzten Tage kann Jürg Schustereit die genaue Neuschneemenge nur schwer einschätzen. «Viel wurde verweht», sagt er. «Es dürften allerdings im Oberdorf rund 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee gefallen sein». Zusätzlich sagen die Wetterprognosen in den nächsten Tagen gutes Wetter für die künstliche Erzeugung von Schnee voraus. «Bereits zwei Mal haben wir darüber diskutiert, mit der künstlichen Beschneiung zu beginnen. Wir haben uns allerdings dagegen entschieden», erklärt Jürg Schustereit.

Bei minus sechs Grad macht es Spass

«Eine Beschneiung ist normalerweise ab etwa minus 2,5 Grad Celsius möglich. Bei etwa minus sechs Grad und tiefer Luftfeuchtigkeit fängt es dann an Spass zu machen.» Mit «Spass machen» meint der Marketingleiter, dass dann der Kunstschnee sehr effizient produziert werden kann. «Sind die Bedingungen ideal, kann ein Beschneiungsaggregat über Nacht ein ganzes Einfamilienhaus an Schnee erzeugen», so Schustereit. Moderne Beschneiungsanlagen können heute vollautomatisch Schnee erzeugen. Das heisst, die Schneeerzeuger werden im richtigen Augenblick automatisch mit dem richtigen Druck und der richtigen Menge Wasser versorgt. Dies trage ebenfalls zu einer effizienten Beschneiung der Pisten bei, ist Schustereit überzeugt.

Bei den Bergbahnen Wildhaus hofft man, die künstliche Beschneiung diese Woche so oft wie möglich einsetzen zu können. (Bild: PD)

Bei den Bergbahnen Wildhaus hofft man, die künstliche Beschneiung diese Woche so oft wie möglich einsetzen zu können. (Bild: PD)

Nur noch auf den Knopf drücken

Die beiden Speicherseen, aus denen das Wasser für die Beschneiung kommt, seien zur Zeit voll. «Wir sind bereit, die Anlage ist getestet, wir müssen nur noch auf den Knopf drücken», sagt Jürg Schustereit. Gestern Abend nach Abflauen der Windböen konnte dieser Knopf dann tatsächlich gedrückt werden.

Nur mit Naturschnee wäre die Aufnahme des Skibetriebs zur Zeit unmöglich. «Es braucht mindestens einen Meter Neuschnee», so Jürg Schustereit. Kunstschnee wird rund 30 bis 60 Zentimeter benötigt, um damit die Basis für die Hauptpiste zu legen. Kunstschnee sei zudem beständiger und halte auch einmal einen Föhntag oder etwas Regen aus. Dies zeige die Bedeutung der technischen Beschneiung für die Bergbahnunternehmen.

In den Skigebieten Pizol und Flumserberg wurde der Skibetrieb bereits auf wenigen Anlagen aufgenommen. Heute entscheidet sich aber, wie die Lage nach den Schneefällen vom Wochenende aussieht. Sowohl die Pizolbergbahnen AG als auch die Bergbahnen Flumserberg AG haben bereits ihre Beschneiungsanlagen eingesetzt und werden damit in dieser Woche weiterfahren.

Deadline ist der 22. Dezember

Wichtig für die Bergbahnen wäre es, dass sie spätestens zum 22. Dezember – dem Wochenende vor Weihnachten – voll in den Skibetrieb starten könnten.

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