Mit Verzicht auf Zucker gegen den Werdenberger Speck

Im SAL in Schaan findet für Werdenberg, Liechtenstein und Vorarlberg eine «Zuckerfrei-Challenge» statt. Dabei geht es während 40 Tagen um eine gesunde Lebensweise und eine dazu passende Ernährung

Armando Bianco
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Es geht auch ohne oder zumindest mit weniger Zucker: Eliane Vogt veranstaltet ab 27. Februar eine Challenge.

Es geht auch ohne oder zumindest mit weniger Zucker: Eliane Vogt veranstaltet ab 27. Februar eine Challenge.

Bild: Markus Plat

Ein Leben ohne Zucker – was sich viele schlicht nicht vorstellen können, wird ab Donnerstag, 27. Februar, in der sogenannten «Zuckerfrei-Challenge – Wir specken ab» praktiziert. Der Event wurde von Eliane Vogt aus Mauren initiiert, in Zusammenarbeit mit Robert Beck vom Fitnesshaus Schaan. Rund 130 Personen haben letztes Jahr an der ersten Austragung teilgenommen. Heuer hat die Ernährungsberaterin das Einzugsgebiet ausgeweitet und will damit nebst Liechtenstein auch die Region Werdenberg und das Vorarlberg ansprechen. Der Auftakt für die Challenge findet bei freiem Eintritt am Aschermittwoch, 26. Februar, um 19 Uhr im SAL in Schaan statt.

Für das Thema Zucker und Gesundheit sensibilisieren

«Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tanken Energie und verlieren im Idealfall ein paar Kilo, der Gewichtsverlust steht dabei allerdings nicht im Fokus. Ich möchte die Teilnehmenden für die Themen Zucker und Gesundheit sensibilisieren», sagt die Initiantin der 40-tägigen «Zuckerfrei-Challenge» im Gespräch mit dem W&O. Sie möchte die Leute animieren, beispielsweise auf Fertigprodukte und Speisen mit offensichtlich viel Zucker zu verzichten, ebenso auf weisses Brot, weisse Nudeln und weissen Reis, stattdessen auf Vollkorn-Produkte zu setzen.

«Es würde in diesen 40 Tagen auch Sinn machen auf Alkohol zu verzichten, aber ich mache niemandem Vorschriften oder Druck. Jeder entscheidet für sich selbst, wie weit er beim Essen und Trinken gehen möchte. Denn es ist für jeden, der an dieser Challenge mitmacht, eine Herausforderung.» Gesundheit bedeute Lebensqualität, das sollen die Teilnehmenden rasch am eigenen Leib erfahren.

In der Gruppe geht es für den Einzelnen leichter

Eingebaut werden auch Einheiten, die für mehr Bewegung und sportliche Betätigung sorgen. «Ich habe festgestellt, dass sich viele schnell bewusst werden, dass durch den Verzicht auf Zucker auch ihre Leistungsfähigkeit steigt. Die ersten vier, fünf Tage sind für alle hart, bis sich eine Wirkung einstellt. In einer Gruppe wird das für jeden Einzelnen etwas einfacher.»

Den Teilnehmenden werden regelmässig Tipps für Ernährung, Einkauf oder Bewegung elektronisch zugeschickt, ebenso steht jedem eine Körperanalyse im Fitnesshaus Schaan zu. Eliane Vogt stellt fest, dass es solche gibt, die dank der Challenge eine neue Ernährungs- und Lebensweise für sich finden, und solche, die einfach «nur» während dieser 40 Tage den Effekt durch Zuckerverzicht geniessen möchten. Darum ist es auch kein Zufall, dass sich die Challenge über die Fastenzeit erstreckt.

Der Gewinn geht an die Krebshilfe

Beim Kick-off-Event wird genau erzählt, auf was verzichtet werden soll und weshalb, so gesehen hat der Anlass auch einen Bildungsanspruch. «Viele Menschen denken, dass ein gekauftes Joghurt, ein Birchermüesli oder Cornflakes aus der Packung gesund sind. Dabei enthalten ausgerechnet solche Produkte viel Zucker», so Eliane Vogt weiter. Den Teilnehmenden wird erklärt wie man ohne ­Zucker und trotzdem mit viel Genuss essen kann, oder was in den Kühlschrank gehört und was nicht. «Das geht auch ohne Hungern», fügt sie hinzu.

Ein allfälliger Gewinn der Aktion kommt der Krebshilfe in den drei angesprochenen Regionen zugute. Letztes Jahr wurden nach dem Event rund 6000 Franken an die Krebshilfe Liechtenstein gespendet.