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Kabarettist begeisterte
mit und ohne Kurzschluss

Zum dritten Mal ist Flurin Caviezel in der Alten Mühle aufgetreten. Dieses Mal mit dem Programm «Kurzschluss» und ausgerüstet mit seiner Handorgel. Das Publikum war begeistert.
Heidy Beyeler
Der Kabarettist Flurin Caviezel aus dem Engadin hatte das Publikum in der Alten Mühle schnell «im Sack». (Bild: Heidy Beyeler)

Der Kabarettist Flurin Caviezel aus dem Engadin hatte das Publikum in der Alten Mühle schnell «im Sack». (Bild: Heidy Beyeler)

Schon mit seiner Begrüssung sackte Kabarettist Caviezel die Sympathie der Gamser Bevölkerung ein, indem er aufzeigte, dass er auf dem Laufenden ist bezüglich gemeindepolitischer Aktualitäten. Zum Beispiel über das Rathaus «welches im nächsten Jahr wegen des neuen Dorfzentrums abgerissen werden soll». Damit schaffte Caviezel die Nähe zum Publikum. Dass es bei solchen Themen bei den Leuten Widerstand gibt, passt. «Widerstand braucht es, damit es keinen Kurzschluss gibt.» Widerstand brauche es auch in der Politik. Mit diesen Erklärungen kam Flurin Caviezel beim Publikum gut an.

"Retroromane" und die Zeit der Babyboomer

Der Engadiner bezeichnet sich selber als «Retroromane». Als solcher schildert er Geschichten aus seiner eigenen Lebensphase – mit Erzählungen und Gesang aus der Zeit der Babyboomer-Generation (1946 bis 1964). Damit hat er den Nerv des Publikums getroffen, nach dem Motto «weisch no». Der Kabarettist bediente sich auch bei Melodien aus jenen Jahren, die sich zum Mitsingen geradezu aufdrängten. Aber, der Geschmack der damaligen Musik sei verschieden gewesen, deshalb brauche es – auch heute noch – eine gute Balance zwischen Gleich- und Wechselstrom, denn «ohne Strom ist alles tote Hose». Auf erheiternde und humorvolle Weise schafft es der 62-jährige Künstler, die Vergangenheit nochmals Revue passieren zu lassen. Er erkennt, dass sich für ihn ein neuer Lebensabschnitt zwischen Rente und Rollator nähert. Allerdings liess es sich der Komiker auch nicht nehmen, einen Blick in die Gegenwart zu werfen.

Damit leitete er über zu «kurz, fertig und Schluss» und betrat das Parkett von «neumodischem digitalen Zeugs», Apps, Downloads und Streamings. Es nerve ihn schon, wenn er im Zug hocke und ungewollt lauthals belanglosen Handygesprächen der Jungen (und auch Älteren) zuhören müsse. Das erzeuge in ihm da und dort Kopfschütteln. Hier bekam er durch Kopfnicken und Lachen die Bestätigung aus dem Publikum zu seiner Wahrnehmung. Schliesslich wagte er sich auch an aktuelle gesellschaftspolitische Themen heran, wie etwa die Klimaerwärmung oder die Flüchtlingsprobleme.

Vertieft konnte das Publikum diese Thematik allerdings nicht aufnehmen. Damit hat er die einen oder anderen Gäste auf die angesprochene Problematik sensibilisiert um genauer hinzuschauen, wie den lockeren Gesprächen nach dem Auftritt mit Flurin Caviezel in der Alten Mühle zu entnehmen war. Die Begeisterung und die Überraschung des Publikums über Flurin Caviezels Auftritt in Gams war gross, auch bei jenen, die den Kabarettisten bereits kannten.

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