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Mit Krämpfen WM-Rennen beendet

52 Kilometer lang lief es Walter Manser aus Fontnas an der Ultra Trail Weltmeisterschaft von Samstag in Spanien nach Plan. Doch dann machten seine Oberschenkel nicht mehr mit, an temporeiches Laufen den Berg hoch war nicht mehr zu denken.
Robert Kucera
Obwohl ihm Krämpfe ein gutes WM-Resultat vermiesten, hat Walter Manser aus Fontnas das Lachen nicht verloren. (Bild: Robert Kucera)

Obwohl ihm Krämpfe ein gutes WM-Resultat vermiesten, hat Walter Manser aus Fontnas das Lachen nicht verloren. (Bild: Robert Kucera)

Das WM-Rennen von Castello nach San Joan de Penyagolosa war für Walter Manser 51 Kilometer alt, als sich sein Gesicht aufhellte. Denn auf der 85 Kilometer langen Strecke hat er nun jenen Teil gut und nach Plan überstanden, der ihm nicht liegt. Er mag es bergig, am liebsten steil und beschwerlich. Nun wird das Teilstück zum Ziel folgen, in dem es auf und ab geht, der Wartauer liebäugelt damit, einige Plätze zu gewinnen. Doch nur einen Kilometer später ist die Freude wie weggeblasen – Krämpfe in beiden Oberschenkeln. «Ich habe sonst nie Krämpfe», wundert er sich noch Tage später, wieder zurück in der Heimat. Das Ziel erreichte er dennoch. Im Klassement wird Walter Manser in einer Zeit von 9:56:28 Stunden auf Rang 41 geführt.

Eine Aufgabe war keine Option für Walter Manser

«Ich konnte nicht mehr rennen und nicht mehr voll belasten», beschreibt er sein Leiden auf den letzten 33 Kilometern. «Ich habe immer wieder Pausen gemacht, die Beine massiert.» Genützt hat es nichts. Manser wartete vergeblich darauf, dass sich die Krämpfe verflüchtigen. Doch eine Aufgabe war keine Option. Das hat das Schweizer Team vor dem WM-Start so abgemacht. Die Ziellinie ist zu erreichen – ausser es handelt sich um eine schwerwiegende Verletzung. Weshalb er von Krämpfen geplagt wurde, weiss der 40-Jährige nicht. «Getrunken habe ich genug, acht bis zehn Liter», sagt er. Die plausibelste Erklärung ist die Hitze, in der das WM-Rennen stattfand.

Die Gegend und Kontakt zu anderen Athleten genossen

Zufrieden ist der Fontnaser mit der WM natürlich nicht. Doch ein Ziel hat er erreicht: Walter Manser konnte trotz, oder vielmehr wegen seiner Blessur die Landschaft geniessen. «Es war sehr schön dort. Ich habe die Gegend gut anschauen können und sah viele Sachen, die andere Läufer nicht wahrgenommen haben.» Die WM war ein schönes Erlebnis für den Langstrecken-Bergläufer. Vor allem von den Begegnungen mit den anderen Athleten und der gigantischen Eröffnungszeremonie schwärmt Manser und genoss es, während seines Krampfs mit Läufern aus Venezuela, Peru und Nepal Konversation zu treiben.

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