Mit Ja zum Budget der Gemeinde Sennwald ist der Weg frei für Ersatzbau-Planung der Turnhalle Türggenau

Die IG Mehrfachhalle ist mit ihrem Aufruf, das Budget zurückzuweisen, in Sennwald deutlich gescheitert. Damit wird der Steuerfuss auf 88 Prozent gesenkt und die Planung der neuen Einfach-Turnhalle in Salez läuft weiter.

Thomas Schwizer
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Nach dem Ja zum Budget der Gemeinde Sennwald läuft die Planung des Ersatzbaus für die Einfachturnhalle Türggenau in Salez (Bild) wie vom Gemeinderat vorgesehen weiter.

Nach dem Ja zum Budget der Gemeinde Sennwald läuft die Planung des Ersatzbaus für die Einfachturnhalle Türggenau in Salez (Bild) wie vom Gemeinderat vorgesehen weiter.

. Bild: Heini Schwendener

Mit 859 zu 390 Stimmen erteilte die Bürgerschaft der Gemeinde Sennwald am Sonntag dem Budget und Steuerplan für 2020 grünes Licht. Damit folgte die klare Mehrheit von 68,8 % der Bürgerschaft, bei einer Beteiligung von 38,3 %, dem Gemeinderat. Somit ist die Steuerfusssenkung um 5 % auf neu 88 % bewilligt.

IG Mehrfachhalle hat mit Widerstand keinen Erfolg

Bestandteil des genehmigten Budgets ist auch der Betrag von 140'000 Franken für die Planung eines Ersatzbaus für die Einfach-Turnhalle Türggenau in Salez.

Die IG Mehrfachhalle hat sich vor der Urnenabstimmung vom Sonntag gegen die Planung eines Ersatzneubaus der Einfach-Turnhalle Türggenau durch eine Einfachhalle gewehrt. Sie rief dazu auf, dass der Gemeinderat eine Bedürfnisabklärung mit Vereinen und Bürgern vornehmen müsse, ob eine Mehrfachhalle statt der Einfachhalle gewünscht werde. Das hat der Gemeinderat abgelehnt und am Planungskredit für die Einfach-Turnhalle festgehalten.

IG hatte für ein Nein zum Budget aufgerufen

Wegen der Corona-Massnahmen des Bundes war keine Bürgerversammlung erlaubt, sondern es musste an der Urne entscheiden werden. So konnte kein Antrag auf die Streichung des Einzelpostens im Budget gestellt werden. Deshalb forderte die IG Mehrfachhalle dazu auf, das gesamte Budget der Politischen Gemeinde inklusive diesem Planungskredit abzulehnen.

Dann habe der Gemeinderat die nötige Zeit für eine Bedarfsanalyse, «um eine zukunftsfähige Turnhallen-Lösung zu erwirken». Und die Folgen des Neins zum Budget seien verkraftbar, man könne ja ein neues, korrigiertes vorlegen.

Doppelte Freude beim Gemeindepräsidenten

«Ich freue mich», sagte Gemeindepräsident Peter Kindler nach Vorliegen des Ergebnisses auf Anfrage. Einerseits sei er dankbar für das Vertrauen der Bürgerschaft in den Gemeinderat und dessen klare Aussagen. Andererseits sei er dankbar, dass durch das deutliche Ja zum Budget zahlreiche Investitionsvorhaben der Gemeinde über rund 5 Millionen Franken nicht blockiert seien.

Die negativen Folgen einer Ablehnung des Budgets, nämlich ein massiver Investitionsstau in diesem Jahr, seien glücklicherweise der klaren Mehrheit bewusst gewesen, sagt Kindler.

Die Planung für den Ersatz der Turnhalle Türggenau laufe nun wie vorgesehen ab, stellt er weiter fest.

Mit 1070 Ja zu 164 Nein wurden die Jahresrechnung 2019 und mit 1074 Ja zu 127 Nein die Auflösung des Zweckverbandes «Logopädische Vereinigung Werdenberg» genehmigt.