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Mit Innovation und Leidenschaft zum Erfolg

Erfolgsgeschichten in ganz unterschiedlichen Sparten aus der Region Rheintal-Werdenberg-Liechtenstein standen gestern Donnerstagabend an der 8.Wirtschaftstagung Werdenberg im Mittelpunkt.
Thomas Schwizer
Boten interessante Einblicke: Moderatorin Regula Späni, Tamara Weishaupt, Stefan Bertsch, Ralph Althoff, Claudia Graf, Lothar Ritter (Jurypräsident Innovationspreis), Jürgen Prenzler, Remo Müller und Norman J. Huber (von links). (Bild: Katharina Rutz)

Boten interessante Einblicke: Moderatorin Regula Späni, Tamara Weishaupt, Stefan Bertsch, Ralph Althoff, Claudia Graf, Lothar Ritter (Jurypräsident Innovationspreis), Jürgen Prenzler, Remo Müller und Norman J. Huber (von links). (Bild: Katharina Rutz)

Ein Forschungsinstitut für Wärme- und Kältetechnik, eine mittelständische Brauerei, ein Tierpark, ein etwas anderes Hotelkonzept. Dazu eine Praxis orientierte Forschung zur Nutzung der Digitalisierung in der Landwirtschaft und eine expandierende Uhren- und Juwelier-Geschäftskette. Und als Innovationspreisträgerin schliesslich eine Baumschule, die sich auf neue Sorten spezialisiert.

Diese Erfolgsgeschichten aus der Region schilderten an der Wirtschaftstagung Werdenberg auf dem Kibernetik-Areal jene Personen, die hinter den Projekten stehen. Kibernetik-Geschäftsführer Ralph Althoff stellte einleitend fest: «Kreatives Denken ist ein Muss für Innovation.» Ein bisschen anders zu denken mache den Erfolg aus.

Wissenschaft und Biergenuss

Stefan Bertsch (Bilder:Katharina Rutz)

Stefan Bertsch (Bilder:Katharina Rutz)

Prof. Stefan Bertsch leitet das Institut für Energiesysteme (IES) an der Interstaatlichen Hochschule für Technik (NTB) in Buchs. Hier steht die angewandte Forschung in der Wärme- und Kältetechnik im Zentrum. Bertsch gab Einblick in teils verblüffende Trends, mit denen die Effizienz von Geräten massgebend verbessert und so der Energieverbrauch stark gedrosselt werden könnte. Zur Innovation am IES trage auch bei, dass es mit anderen NTB-Instituten und deren Knowhow zusammenarbeite.

Claudia Graf

Claudia Graf

Claudia Graf ist Braumeisterin und Geschäftsführerin der Brauerei Sonnenbräu in Rebstein und sucht immer wieder nach «Bierideen», wie Moderatorin Regula Späni bemerkte. In der 127-jährigen Brauereigeschichte sei wesentlich, dass das Feuer lodere. Stete Innovationen und neue, auch trendige, Produkte würden neue Märkte erschliessen. Auf sozialen Netzwerken erreiche man auch junge Leute, zentral sei aber nach wie vor der direkte Kundenkontakt, betonte Graf.

Der eigene Tierpark und die Hotelkette

Remo Müller

Remo Müller

Der Grabser Remo Müller gründete im Jahr 2015 in Deutschland den Tier-Erlebnispark Bell. Mitreissend und mit Humor gespickt schilderte er, wie er zusammen mit seiner Frau den Tierpark gründete. Innovation war und ist gefragt, um damit wirtschaftlich überleben zu können. Dazu tragen gleich fünf Standbeine bei: vom Tierpark über ein Ess-Varieté und ein Huskyerlebnis im Winter bis zu Übernachtungsmöglichkeiten und Tierpatenschaften. Er selbst wirkt gleich in drei Funktionen: Als gelernter und preisgekrönter Koch, als Tierlehrer und als Parkdirektor.

Ralph Althoff (Kibernetik): «Ein bisschen anders zu denken macht den Erfolg aus»

Tamara Weishaupt

Tamara Weishaupt

Die Marke b_smart steht für ein spezielles Hotelkonzept in Liechtenstein und der Schweiz: der Aufbau und Betrieb von Übernachtungskonzepten mit Self-Check-in-Lösungen. Tamara Weishaupt, Marketing & Communications Managerin und Teilhaberin, stellte das Konzept vor, das mit dem Motto «be different – be smart» seit 2014 erfolgreich ist. Primär ist es für die Bedürfnisse von Businessreisenden entwickelt worden und mittlerweile an fünf Standorten verwirklicht.

Von Smart Farming bis zu Juwelierskunst

Jürgen Prenzler

Jürgen Prenzler

Smart Farming, also die Digitalisierung in der Landtechnik, bietet erstaunliche Möglichkeiten. Welche bereits Realität sind bzw.in Zukunft Realität werden könnten, zeigte Dr. Jürgen Prenzler, Leiter des Instituts für die Entwicklung mechatronischer Systeme (EMS) an der NTB in Buchs. GPS, Laserscanner und Displays sowie Roboter seien in der Landtechnik und im Stall heute schon vielerorts Alltag. Letztlich würden die digitalen Möglichkeiten den Landwirten, der Umwelt und den Tieren zugute kommen, steht Prenzler der Entwicklung positiv gegenüber. Ein Beispiel: Der «intelligente» Traktor liefert Messdaten für jede Teilfläche, der Landwirt bzw. das System analysiert die Daten und die Düngung erfolgt optimiert und punktgenau für jedes Bodenteilstück.

Norman J. Huber

Norman J. Huber

Norman J. Huber ist CEO des Familienunternehmens Huber Fine Watches & Jewellery. Der Verkauf von Uhren und Schmuck erfolge über Emotionen, betonte er. Und nur der persönliche Kontakt schaffe diese. Deshalb verzichtet das Unternehmen auf einen Onlineshop, expandierte und verfügt heute über verschiedene Standorte im Dreiländereck Liechtenstein–Schweiz–Österreich.

Nach rund zweieinhalb Stunden zeigten sich die knapp 200 Teilnehmenden beeindruckt von der Vielfalt der gehörten Erfolgsgeschichten aus der Region. Es wurde deutlich, dass Mut, viel Motivation und grosse Leidenschaft Innovation fördern. Und diese ist für alle Unternehmerinnen und Unternehmen und alle Firmen unverzichtbar – ja mehr noch, sogar entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg.

Zeit für Kontaktpflege

Nach dem interessanten Tagungsteil und der Verleihung des Innovationspreises (siehe Titelseite) nutzten die Entscheidungsträger aus der regionalen Wirtschaft und dem regionalen Gewerbe die Gelegenheit, beim abschliessenden Wirtschaftsapéro die vielfältigen Einblicke zu diskutieren und Networking zu pflegen.

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