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Mit Gefühl und Gehör das Alphorn zum Klingen bringen

Elf Alphornbläser verbessern derzeit ihr Können am Klangfestival in Alt St. Johann. Alphorn-Koryphäe Balthasar Streiff hilft den Teilnehmern, ihre Technik und ihr Gefühl zu verbessern.
Alexandra Gächter

"Jeder kann lernen, ein Alphorn zu spielen, egal ob Kleinkind oder Senior." Das sagt Balthasar Streiff während des Alphorn-Ateliers am Klangfestival in Alt St. Johann. Elf Personen unterrichtet er von Donnerstag bis Samstag, nicht wenige sind ausschliesslich deshalb gekommen, weil Balthasar Streiff den Kurs leitet. "Er ist eine Koryphäe" - "Als ich hörte, dass Balz Streiff kommt, habe ich mich angemeldet", sagen zwei Kursteilnehmer. Sogar Alphornspieler aus Deutschland nahmen den weiten Weg nach Alt St. Johann auf sich.

Balthasar Streiff erklärt, wie man Alphorn spielt. (Bild: Alexandra Gächter)

Balthasar Streiff erklärt, wie man Alphorn spielt. (Bild: Alexandra Gächter)

Vergleichbar mit Gesang

Obwohl jeder das Alphornspielen lernen kann, ist es ein anspruchsvolles Instrument. "Das Alphorn kann man nicht mit einem Instrument wie dem Klavier vergleichen. Klavierspielen kann meine Katze auch", so Streiff. Nicht dass es schön tönen würde, aber zumindest tönt das Klavier, wenn die Katze darüber läuft. Im Gegensatz dazu muss beim Alphornspielen zuerst einmal die richtige Atem- und Blastechnik gelernt werden.

Die Kursteilnehmer feilen an ihrer Blastechnik. (Bild: Alexandra Gächter)

Die Kursteilnehmer feilen an ihrer Blastechnik. (Bild: Alexandra Gächter)

"Alphornspielen ist vergleichbar mit Gesang", so Streiff. Um hohe Töne hervorzubringen könne man nicht einfach Druck geben. Die gleichen Erfahrungen hat Kursteilnehmerin Lorraine Schmid aus Zürich gemacht. Sie ist eine der zwei Frauen, welche zusammen mit neun Männern den Kurs besucht. "Es gibt eine Analogie zum Gesang. Man benötigt für beides gutes Gefühl und Gehör, denn bei beidem gibt es keine Knöpfe oder Tasten, die man für die Tonerzeugung benutzen kann." Seit fünf Jahren spielt Lorraine Schmid Alphorn. Sie übt jeweils zu Hause oder in einer Gruppe in einem Probelokal.

Lorraine Schmid (zweite von rechts) und Roland Zahner (rechts) setzen das Gelernte um. (Bild: Alexandra Gächter)

Lorraine Schmid (zweite von rechts) und Roland Zahner (rechts) setzen das Gelernte um. (Bild: Alexandra Gächter)

Zum Üben in den Wald

Ebenfalls Kursteilnehmer ist Roland Zahner aus Henau. Er ist Alphornbauer und hat vor acht Jahren sein erstes eigenes Alphorn gebaut. "Ich möchte weiterkommen, aber es ist schwierig, einen geeigneten Lehrer zu finden. Es gibt zwar einige Alphorn-Lehrer, aber nur wenige, welche so herausragend sind wie Balthasar Streiff. Deshalb bin ich hergekommen. In der Regel übt Zahner bei sich zu Hause im Zimmer, aber das töne nicht so schön. Deshalb geht er zum Üben oft in den Wald. "Ich möchte, dass mich niemand sieht, dann kann ich am besten üben."

Für Peter F. Hänni aus Cham war es sofort klar, dass er diesen Kurs besucht, nachdem er gelesen hatte, dass Balthasar Streiff ihn leitet. Seit 16 Jahren spielt Hänni bereits Alphorn. "Die Blastechnik konnte ich schon, da ich als Kind Trompete gespielt hatte." Alphorn habe jedoch nichts mit Blasmusik zu tun. "Mit dem Alphorn erzählt man Geschichten. Gefühl und Emotion spielen hier die grössere Rolle als der Takt."

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