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Kostenloser Zmittag für Menschen mit Behinderung: Grabser will mit Essen die Welt verbessern

Der Grabser Livio Vetsch und das Team des Restaurant Sensi in Buchs bereiten Menschen mit Behinderung monatlich eine Freude: Sie kochen für sie und ihre Begleitpersonen kostenlos ein Mittagessen.
Alexandra Gächter
Die fleissigen Helfer: Annouschka de Bue, Allrounderin bei Ferienhunde Grabs; Katja Vetsch, Ferienhunde Grabs; Jessy Habermacher, freiwillige Helferin; Ramona Duric, freiwillige Helferin; Giovanna Siluro, Inhaberin Bar Restaurant Sensi und Franziska Renckstorf, Ferienhunde Grabs. (Bild: PD)

Die fleissigen Helfer: Annouschka de Bue, Allrounderin bei Ferienhunde Grabs; Katja Vetsch, Ferienhunde Grabs; Jessy Habermacher, freiwillige Helferin; Ramona Duric, freiwillige Helferin; Giovanna Siluro, Inhaberin Bar Restaurant Sensi und Franziska Renckstorf, Ferienhunde Grabs. (Bild: PD)

Am Sonntag ist Ruhetag beim Restaurant Sensi in Buchs. Dennoch war am vergangenen Sonntag reger Betrieb. Es wurde gekocht, gegessen, gelacht und geputzt. Fast wie an einem normalen Arbeitstag. Mit einem kleinen Unterschied: Es wurden keine Einnahmen generiert.

Einmal im Monat, jeweils an einem Sonntag, dürfen Menschen mit einer Behinderung und ihre Begleitpersonen kostenlos im Restaurant Sensi zu Mittag essen. Initiiert wurde diese Idee im April dieses Jahres von Livio Vetsch, Betreiber der Ferienhunde-Station in Grabs. «Es macht mir nicht nur Spass, sondern ich kann dadurch vieles lernen», sagt Vetsch.

«Ich bin gesund und kann etwas bewirken, wodurch die Welt besser wird. Auch wenn es nur etwas Kleines ist.»

20 bis 30 Stunden Arbeit pro Anlass

Alleine hätte er das Projekt nicht auf die Beine stellen können. «Es braucht Leute mit Herz und Leidenschaft. Zudem ist es wie ein Uhrwerk, es funktioniert nur, wenn alle zusammenarbeiten. Und das klappt bei uns auch», sagt Vetsch. Leute mit Herz hat er mit dem Sensi-Team, Giovanna und Nello La Padula, sowie dem Koch Salvatore Reina, gefunden. Die Familie La Padula stellt das Restaurant kostenlos zur Verfügung und hilft im Service. Salvatore Reina und Livio Vetsch kochen. Vor seiner Zeit als Betreiber der Ferienhunde-Station in Grabs hat Livio Vetsch nämlich als Koch und Metzger gearbeitet.

Die Vorfreude auf das Essen mit den Menschen mit Behinderung ist jeweils auf allen Seiten gross. «Wir sind wie eine Familie und haben riesigen Spass», so Vetsch. Dennoch kostet das soziale Engagement viel Zeit.

«Ich investiere pro Anlass locker rund 20 bis 30 Stunden.»

Vieles muss beachtet werden. Das Team nimmt die Wünsche der Gäste auf und bespricht, was möglich ist und was nicht. Das Essen wird geplant und die Kosten kalkuliert. Am Sonntag verbringen die involvierten Personen um die sieben Stunden mit kochen, servieren, essen und putzen.

Begleitpersonen dürfen ebenfalls gratis essen

«Es geht aber nicht nur um die Stunden, die wir zählen, sondern darum, etwas Gutes zu tun. Jedes Lächeln der Gäste entschädigt uns jeden noch so grossen Aufwand um ein Vielfaches», sagt Vetsch. Da das Sensi-Team und Livio Vetsch ein positives Zeichen setzen wollen, engagieren sie keine Angestellten des Lukashauses. Wenn nötig, nehmen die Menschen mit Behinderung ihre eigene Begleitperson mit, welche dann ebenfalls kostenlos essen darf.

Noch keine Spenden eingegangen

Für den Anlass wurde extra die Facebook-Seite «Restaurantbesuch für Menschen mit Behinderung» und ein Spendenkonto eröffnet. Leider sind bis jetzt noch keine Spenden eingegangen. Aus diesem Grund tragen Livio Vetsch und das Sensi-Team die Kosten selbst. Allein für das erste Essen, einem Eröffnungs-Brunch, gaben sie für Getränke, Käse, Fleisch, Gebäck und andere dazugehörige Lebensmittel über 600 Franken aus.

Davon wurden sie aber nicht entmutigt. Im Gegenteil. Zwischenzeitlich wurden Pasta oder Burger mit Pommes, Salat, Kaffee und Dessert angeboten. Die Ideen gehen Livio Vetsch nicht aus. Sein Ziel ist es, das Essen mit Aktivitäten zu ergänzen. Das kann eine Fahrt mit einem Cabrio sein oder ein Besuch eines Prominenten. Auch möglich ist, dass Personen eingeladen werden, welche einen Beruf ausüben, den die Menschen mit Behinderung interessant finden, aber aufgrund ihrer Einschränkung nicht erlernen können. «Bis dies realisiert werden kann, ist aber noch ein steiniger Weg zu gehen», sagt Vetsch. Nebst Spenden sucht er und das Sensi-Team zudem Kontakte zu Prominenten und interessanten Berufsleuten wie Polizisten, Feuerwehrmännern oder Sanitätern.

Hinweis
Spendenkonto: Raiffeisenbank Sennwald, z.H. Restaurantbesuche f. M. m. Behinderung, IBAN: CH08 8130 4000 0031 12140

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