Mit einem Heimsieg sind die Rangers dem Abstiegskampf entronnen

Nach dem 9:4-Erfolg über den UHC Domat-Ems verbleibt der UHC Rangers Grabs-Werdenberg in der 2. Liga.

Robert Kucera
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Hans Sturzenegger erobert sich vor dem gegnerischen Tor den Ball zurück, fackelt im Anschluss nicht lange und schiesst die Rangers erstmals in Front.

Hans Sturzenegger erobert sich vor dem gegnerischen Tor den Ball zurück, fackelt im Anschluss nicht lange und schiesst die Rangers erstmals in Front.

Bild: Robert Kucera

In der zweitletzten 2.-Liga-Runde hat der UHC Rangers Grabs-Werdenberg den Kopf endgültig aus der Schlinge gezogen. Der 9:4-Sieg über den Letzten UHC Domat-Ems bringt den Rangers drei Punkte ein. Da der Vorletzte Nesslau Sharks auswärts beim UHC Alligator Malans II mit 6:11 unterlagen, beendet Grabs die Saison definitiv unter den ersten Acht.

Ende gut, alles gut bei den Werdenbergern? Nur in Bezug auf den Ligaerhalt, wie Captain Hans Sturzenegger festhält. Denn aus seiner Sicht wäre eine gelungene Saison eine Platzierung unter den ersten fünf. «Dass wir im letzten Heimspiel der Saison den Ligaerhalt geschafft haben, ist aber eine Riesenerleichterung.»

Erster Block korrigiert mit drei Toren den Fehlstart

Dass ein Sieg mit drei Punkten in der Spielzeit 2019/20 auch gegen den Tabellenletzten keine Selbstverständlichkeit für die Grabser darstellen, war in der Partie gegen Domat-Ems am Samstagabend wiederum ersichtlich. In der 6. Minute ging der Ball in der Vorwärtsbewegung verloren, der Fehler wurde prompt mit dem 0:1 bestraft. Nur 50 Sekunden später hiess es nach einem Gäste-Freistoss bereits 0:2. «Irgendwie müssen wir uns das Leben immer schwerer machen als nötig», bemerkt der Captain.

In der zweiten Hälfte des ersten Drittels vermochte das Heimteam seine fehlerhafte Angriffsauslösung loszuwerden. Die Folge: Die Rangers kamen zu Torchancen, der Gast konnte keine Offensivaktionen mehr starten. Zumal nun die Grabser die Bälle rasch eroberten und mit Zug Richtung gegnerisches Tor zogen. Dank dem ersten Block durften Grabs-Werdenberg mit einer 3:2-Führung in die erste Pause. Remo Tischhauser (11.) und Hans Sturzenegger (13. und 17.) trafen für die Rangers.

Mitteldrittel gehörte den Special Teams

Doch man blieb auch der Linie treu, dem Gegner ein Türchen offen zu halten, um zurück ins Spiel zu finden. Das 3:3 in der 21. Minute war die Folge einer dummen Strafe wegen Reklamierens im Startdrittel. Mit drei Toren sorgten die Rangers im Mittelabschnitt dennoch für klare Verhältnisse und nahmen dank den Treffern von Samuel Altherr im Powerplay (24.), Manuel Ottiger (29.) und Andreas Tischhauser (38.) Kurs auf den Ligaerhalt.

Dass die Grabser lernfähig sind, untermauerten sie in zwei weiteren Unterzahlspielen im zweiten Drittel. Beim ersten agierte man sehr passiv und erhielt prompt die Quittung in Form des Ausgleichtreffers. Bei den Boxplays Nummer zwei und drei setzte man die Gegner unter Druck und erarbeitete sich sogar mehr Chancen. Die Krönung waren die Shorthander-Tore von Ottiger und Tischhauser. Das Einzige, was sich Grabs anzukreiden hatte, war die schlechte Chancenverwertung. Das 6:3 war, gemessen an Spielanteilen und Abschlüssen, ein viel zu knappes Ergebnis.

Zumal die Werdenberger ihr Geschick, sich immer wieder selbst in Schwierigkeiten zu bringen, auch im letzten Heimspiel der Saison unter Beweis stellten. Nach einem Foul entschied der Schiedsrichter in der 42. Minute folgerichtig auf Strafstoss für Domat-Ems. Glück für Grabs: Der Bündner Schütze schoss am Tor vorbei. «Zwei unnötige Strafen, einen Penalty verschuldet, zwei Tore nach Fehlern geschenkt und die Chancenverwertung – dass wir so schlecht sind, ist nicht die Schuld der Gegner, sondern meistens unsere eigene», fasst Sturzenegger das Spiel, aber auch die Saison zusammen.

Die Rangers müssen über die Bücher

Andreas Tischhauser sorgte im Schlussabschnitt praktisch im Alleingang dafür, dass das Resultat auf 9:3 geschraubt wurde. In der 43. Minute bediente er David Müller mustergültig, er selbst traf in der 45. und 54. Minute. Den Schlusspunkt setzte dann der Gast exakt zwei Minuten vor dem Ende.

«Wir müssen klar über die Bücher», sagt Captain Hans Sturzenegger. «Wir haben nicht mehr in dem Ausmass Fortschritte erzielt wie in den vergangenen Jahren.» Mängel sah er in der Umsetzung der Taktik. Noch mehr Redebedarf herrscht jedoch im individuellen Bereich punkto Einstellung und Positionsspiel. Dass die Rückrunde letztlich besser geglückt als die erste Saisonhälfte liegt laut ihm daran, dass der Zusammenhalt auf dem Feld gesteigert wurde und man auch die passenden Blöcke fand. Ausserdem zeigten die Leistungsträger endlich jene Leistung, die man von ihnen auch erwarten dürfe.

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