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Quarten: Das Projektorchester des St. Galler Blasmusikverbandes ist ein Selbstläufer

Am Abschlusskonzert des Projektlagers 30plus haben rund 70 Musikanten mit ihrem Programm überzeugt.
Michael Kohler
Das alljährliche Lager 30plus war wieder ein voller Erfolg. (Bild: PD)

Das alljährliche Lager 30plus war wieder ein voller Erfolg. (Bild: PD)

Wie kein anderes Projektorchester des St.Galler Blasmusikverbandes SGBV ist das alljährliche Lager 30plus im Zentrum Neu-Schönstatt in Quarten ein Selbstläufer. Jährlich ruft der Verband zu den vier Lagertagen oberhalb des Walensees, jedes Jahr werden die 70 Lagerplätze innert Tagen bis auf den Letzten komplett ausgebucht. Die richtige Rezeptur scheinen dafür nicht nur ein der Kameradschaftlichkeit angemessenes Lagerprogramm und ein vielseitiges Repertoire zu sein – auch trägt Dirigent Markus Egger (Bürgermusik Benken) mit seiner bewährten Leitung zum Erfolg des kantonalen Projekts bei. Die Lagerteilnehmer jedenfalls zeigten sich am Ende der elften Austragung vergangene Woche begeistert von ihm und seiner Arbeit. Und sie haben diese Begeisterung beim Abschlusskonzert am Samstag auch nach aussen getragen.

Dummheit und Gänsehaut

Den Start des gut besuchten Konzerts machten die Musikantinnen und Musikanten mit dem «Marsch Graf Zeppelin», gewidmet dem Erfinder der Luftschiffe, Ferdinand Adolf Heinrich August Graf von Zeppelin. Laut Ansagerin Bernadette Ambühl sei Zeppelin am Ende des 19.Jahrhunderts noch als «Dümmster aller Süddeutschen» verspottet worden. Mit «Imagasy», einem Werk des jungen Komponisten Thiemo Kraas, wurde die Musik des Korps sehr bildgewaltig. Angefangen mit mysteriösen Klängen, gefolgt von einem Trauermarsch, einem rhythmischen Allegro und einem Finale, das alle bisherigen Elemente vereinte. Dem Ratschlag von Ambühl, man solle doch zu dem Stück die Gedanken schweifen lassen, folgten die Zuhörenden unweigerlich – und erlebten den einen oder anderen Gänsehautmoment. Es folgten die sehr traditionelle Perger Polka und Norman Tailors «Accordion Pleasure», bei dem Solistin Katja Raschle vom Saxofon aufs Akkordeon umstieg und mit ihren Melodien im Walzertakt bildlich in ein kleines Café an der Seine im Paris des 19.Jahrhunderts entführte.

Die grosse Überraschung gelang dem Korps, als Dirigent Markus Egger das musikalische Zepter an Matthias Ammann weiterreichte und sich die Musikantinnen und Musikanten ohne Instrumente in einem Halbkreis aufstellten. Ammann ist der Leiter des Jodlerklubs Männertreu in Neu St.Johann und hat die sonstigen Instrumentalisten in Quarten aus ihrer Komfortzone geholt und a cappella singen lassen.

Von Appenzell bis nach New York

Klassiker wie «Birewegge, Chäas und Brot», «Wie baas isch mir da obe» und «Mier gönd no lang ned hei» hat der Schweizer Arrangeur Christoph Walter zu einer Ode an das Appenzellerland mit dem einfachen Titel «Mis Appezell» zusammengetragen. Es sei eine Uraufführung des Werks, schickte die Ansagerin voraus. Und diese ist dem 30plus-Projektorchester mehr als nur geglückt.

Von Appenzell führte das Korps in die Vereinigten Staaten, wo sich ein Mann mit seinen tiefblauen Augen und einer unvergleichlichen Stimmfarbe einen Namen machte: Frank Sinatra. Mit einem Potpourri seiner grössten Werke «New York, New York», «Somethin’ stupid» und «My Way» verabschiedeten sich die Musikantinnen und Musikanten offiziell. Ohne Zugabe liess das Publikum Eggers Schützlinge aber nicht gewähren. Diese rundeten das Konzert und somit das 30plus-Lager 2019 mit dem Scherzpolka von Thomas Doss und einem Teil der Perger Polka ab.

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