Mit dem Jäger im Wartauer Wald unterwegs

23 Kinder wurde von Jägern der Jagdgesellschaft Gonzen ins Waidwerk eingeführt.

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Viel Wissen über die Jagd und die Bewohner des Waldes vermittelt: Jäger der Jagdgesellschaft Gonzen gestalteten einen Anlass für den Ferienpass Wartau.Bild: PD

Viel Wissen über die Jagd und die Bewohner des Waldes vermittelt: Jäger der Jagdgesellschaft Gonzen gestalteten einen Anlass für den Ferienpass Wartau.Bild: PD

«Mit dem Jäger im Wald» lautete der Titel der Veranstaltung, die den Kindern und den Jägern sehr gefallen hat. Der Anlass fand im Rahmen des Ferienpasses Wartau statt. Pünktlich wurden die Kinder von Organisator Andreas Luzi beim Vermärsch begrüsst und zum Kinderspielplatz Alvier geführt. Dort wartete Werner Weber mit seinem Schweisshund Cara. Nach einer kurzen Einführung und nachdem alle den Hund ausgiebig gestreichelt hatten, ging es zu einem richtigen Fall.

Ein Auto hatte nachts einen Hirsch angefahren, der verletzt flüchtete und deshalb nachgesucht und von seinen Leiden erlöst werden musste. Die Szene war natürlich gestellt. Werner Weber hatte am Vortag für seinen Hund mit wenigen Tropfen Schweiss, so nennt der Jäger Blut, eine Übungsfährte vorbereitet. Cara wurde am Unfallort angesetzt und sie folgte, mit ihrem Hundeführer an der langen Leine folgend, exakt der Spur bis zum Ziel. Wie immer wurde sie für die erfolgreiche Nachsuche mit einem grossen Stück Fleischkäse und frischem Wasser belohnt.

Viel Wissen über Umgang und Pflege vermittelt

Später durften sich die Kinder im Schiessen üben. Natürlich nicht mit richtigen Jagdgewehren, aber mit einem Luftgewehr, an dem ein richtiges Zielfernrohr angebracht war. Hinter einer Rehbockscheibe war an der Stelle, wo ein Stück Wild getroffen werden sollte, eine Glocke angebracht. Blattschüsse lösten ein kurzes Klingeln aus und waren so hörbar. Die Treffsicherheit der Kinder, einige stehend, die meisten ab einer Auflage, war beeindruckend. Andreas Luzi betreute die Kinder und sorgte für einen sicheren Ablauf. Wie unter Jägern üblich, belohnte er auch jeden Blattschuss mit einem kräftigen Waidmannsheil.

Dass ein Jäger nicht nur gut schiessen können, sondern auch viel über das Wild und die Bejagungsarten wissen muss, wurde von Andreas Zogg gezeigt. In munterem, angeregtem Dialog wurde auf Hirsch, Gams, Reh, Fuchs, Wildschwein, Steinadler, Hase usw. eingegangen. Decken, Trophäen, Kiefer, Stopfpräparate und auch richtige Jagdgewehre dienten als Anschauungsmaterial. Es war erfreulich, festzustellen, dass die Kinder mit unseren heimischen Wildarten recht gut vertraut sind. So konnte gemeinsam viel Wissenswertes erarbeitet werden. Jedes Kind hatte natürlich auch noch ein Erlebnis, von Hirschen im eigenen Garten bis zu Bären im Bärengraben Bern, welches unbedingt erzählt werden musste.

Abschliessend wurden auf der von Jägersohn Andri Luzi vorbereiteten Glut feine Würste gebraten und der Spielplatz wurde noch rege benutzt, bevor die zufriedenen Kinder in die Obhut der Eltern zurück gebracht werden konnten. Nicht nur für die Kinder war der Anlass ein schönes Erlebnis, auch die beteiligten Jäger werden sich während einsamer Stunden im Revier gerne daran erinnern. (pd)