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«Mir fehlt es eigentlich an nichts auf der Alp»

Während sich die «Jungmannschaft» auf der Alp Eidenen nach dem Morgenstall schon ans Wildheuen macht, sind Babette und Willi Bühler noch in der Alphütte beschäftigt
Corinne Hanselmann

Der Landwirt verarbeitet die Milch vom Vorabend und vom Morgen zu Käse – Babette Bühler bereitet das Mittagessen vor und unterhält sich zwischendurch mit vorbeikommenden Wanderern.

Babette Bühler bereitet den Zmittag vor. (Bilder: Corinne Hanselmann)

Babette Bühler bereitet den Zmittag vor. (Bilder: Corinne Hanselmann)

Die Kühe geben nicht mehr soviel Milch wie zu Beginn der Alpzeit. Rund 200 Liter sind es heute. Im grossen «Kessi» wird der rund 40 Grad warme Käsebruch gerührt. Um diese Temperatur zu erreichen, hat Willi Bühler darunter mit Holz ein Feuer gemacht. Dutzende Käse lagern bereits im kühlen Keller. Sie müssen täglich gepflegt werden. Laib für Laib schmiert der Landwirt mit Salzwasser ein, wendet ihn, und schmiert weiter. Kurz vor dem Zmittag ist die Milchmasse soweit: In einem Tuch und mithilfe eines Kettenzugs wird die feste Masse aus dem «Kessi» gehoben und in runde Formen gepresst. Drei Käse entstehen. Die übrig gebliebene Schotte erhalten die Schweine. Nach mindestens sechs Wochen Lagerung verkaufen Bühlers den Käse an Private sowie an Dorfläden und Gastronomen.

Die Söhne Ruedi und Ueli sind mittlerweile vom Heuen zurück. Es gibt «Chäshörnli» mit Zwiebeln und Speck, gekocht auf dem Gasherd. Nach der Frage, was sie während der Alpzeit vermisse oder worauf sie sich besonders freue, wenn es wieder zurück ins Tal geht, überlegt Babette Bühler lange. Dann sagt sie: «Mir fehlt nichts. Ich kann hier kochen und backen. Und ich geniesse die Freiheit hier oben.» Und dank vielen Helfern werde auch die anfallende Arbeit im Tal erledigt. Später kommt ihr dann doch noch etwas in den Sinn, was ihr fehlt: «Eine Waschmaschine.»

Willi Bühler pflegt die Käse.

Willi Bühler pflegt die Käse.

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