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Buchser Bürger Michael Beusch wird 2020 Bundesrichter - welche Beziehungen pflegt er zu seinem Bürgerort?

Einer der neu gewählten Bundesrichter ist Michael Beusch. Er ist in Zürich aufgewachsen, war aber schon mehrmals in Buchs zu Besuch. Dabei bringt er jeweils kulinarische lokale Spezialitäten zurück nach Zürich.
Heini Schwendener
Michael Beusch, Jahrgang 1969, ist Bürger von Buchs und Zürich. (Bild: Béatrice Devènes)

Michael Beusch, Jahrgang 1969, ist Bürger von Buchs und Zürich. (Bild: Béatrice Devènes)

Am 25. September wurde Michael Beusch, Mitglied der SP, zum Bundesrichter gewählt. Sein Amt wird er Anfang 2020 in Lausanne antreten. «Nachdem ich die letzten siebeneinhalb Berufsjahre in der Ostschweiz verbracht habe, geht es nun in die Romandie», sagt Michael Beusch.

Beusch, der Name lässt es vermuten, ist Bürger von Buchs. Aber auch von Zürich, wo er aufgewachsen ist. Seine Grosseltern väterlicherseits stammen beide aus Buchs. «Mein Grossvater Willi wuchs, nach dem frühen Tod seines Vaters, im Berghaus Alvier am Buchserberg auf, in dem meine Urgrossmutter wirtete. Meine Grossmutter, eine geborene Schwendener, war in Räfis zu Hause», erzählt Michael Beusch. Im Jahr 1947 verliessen seine Grosseltern ihre Heimat und zogen nach Zürich.

Stolz auf das Buchser Bürgerrecht

Als Kind war Michael Beusch (Jahrgang 1969) regelmässig in Buchs zu Besuch und erkundete zu Fuss oder mit dem Velo die Umgebung. Im Städtli Werdenberg wohnte damals eine Cousine seines Vaters.

Buchs und Umgebung sind Michael Beusch also sehr wohl bekannt, er betone auch immer, nicht nur Zürcher, sondern auch Buchser Bürger zu sein, sagt der frischgewählte Bundesrichter. In den letzten Jahren war er aber nur noch sehr unregelmässig in Buchs zu Besuch. Die Cousine seines Vaters wohnt nach wie vor in Räfis.

Maiskolben und Buchserli aus der Confiserie Rhyner

Gleichwohl fühlt er sich mit Buchs verbunden, was seine folgende Aussage unterstreicht: «Wenn ich einmal da bin, so darf ein Besuch in der Confiserie Rhyner an der Bahnhofstrasse nicht fehlen. Dann begleiten mich immer ein Maiskolben, der früher noch anders hiess sowie ein Pack Buchserli auf den Heimweg. Buchserli bringt mir übrigens auch immer meine Grosstante, sie ist Jahrgang 1932, aus Buchs mit, wenn sie von einem ihrer regelmässigen Jahrgängertreffen nach Zürich zurückkommt.»

1995 hat Michael Beusch sein Jus-Studium in Zürich als lic. iur. abgeschlossen, seit 1998 hat er den Titel Dr. iur. und vier Jahre später erlangte er das Zürcher Anwaltspatent. Beruflich tätig war er an der Universität Zürich und am Verwaltungsgericht des Kantons Zürich. Am 5. Oktober 2005 wurde Beusch zum Richter des Bundesverwaltungsgerichts gewählt. Dieses wurde im Sommer 2012 von Bern nach St.Gallen verlegt, sodass der Buchser Bürger seinem Beruf in der Ostschweiz nachgehen konnte. Für einen Juristen in der Schweiz ist das Bundesgericht wohl so etwas wie der Olymp der beruflichen Karriere. Hatte Beusch als Jus-Student in Zürich das Bundesgericht als Ziel vor Augen?

«Als ich mit dem Studium angefangen habe, hatte ich noch keine ganz konkreten Berufsziele. Als ich nach dem Doktorat am Gericht begonnen habe, hat es mir allerdings sofort gefallen und ich konnte mir gut vorstellen, auch längere Zeit an einem Gericht zu arbeiten.»

Wenn er damals Urteile des höchsten Schweizer Gerichts las, habe er aber nicht ansatzweise daran gedacht, dass er selber vielleicht einmal an deren Fällung beteiligt sein könnte.

Glück braucht es auch

«Als ich dann aber im Verlaufe der Jahre an meiner aktuellen Stelle als Richter am Bundesverwaltungsgericht in St.Gallen wiederholt auch Leitungsaufgaben übertragen erhielt, wurde es für mich schon ein Thema, dass allenfalls noch der nächste Schritt eine Möglichkeit sein könnte. Damit man in ein solches Amt wie dasjenige eines Bundesrichters gewählt wird, braucht es neben beruflichen Voraussetzungen immer auch das Glück, zur richtigen Zeit am rechten Ort zu sein. Diesen Spätsommer war dies nun der Fall», erzählt Michael Beusch.

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