Mehr Verletzte nach Verkehrsunfällen in der W&O-Region

Im Kanton St. Gallen ereigneten sich 2019 so wenige Verkehrsunfälle wie noch nie. In der W&O-Region gab es im Jahr 2019 einen Verkehrstoten. 11 Personen wurden schwer verletzt und 98 leicht verletzt.

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In der W&O-Region kam es im Jahr 2019 zu 90 Unfällen mit Verletzten.

In der W&O-Region kam es im Jahr 2019 zu 90 Unfällen mit Verletzten.

Kapo

(ch/pd/sda) Trotz weniger Unfällen zählte die Polizei 15 Verkehrstote, drei mehr als im Vorjahr. Unter den Opfern waren vier Fussgänger und vier Velofahrer. Am meisten Unfälle geschahen auf Haupt- und Nebenstrassen im Tempo-50-Bereich und am häufigsten betroffen waren Personen zwischen 20 und 29 Jahren, wie die Kantonspolizei mitteilte. Sie will deshalb auch in Zukunft vor allem innerorts Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Bei den meisten Unfällen handelte es sich um Schleuder- und Selbstunfälle.

Die Zahl der Verletzten – die zufallsgebunden stark schwanken kann – blieb mit 1044 (Vorjahr 1024) ungefähr konstant. 157 (Vorjahr 169) Personen wurden schwer verletzt.

Mehr E-Bike-Unfälle

Wie die Kantonspolizei St.Gallen in ihrer Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2019 aufzeigt, haben Unfälle mit E-Bikes zugenommen. Dies sei angesichts der stark zunehmenden Verbreitung der E-Bikes nicht verwunderlich, schreibt die Polizei. Betroffen waren vor allem die langsamen E-Bikes mit Tretunterstützung bis 25 km/h. Gefährdet ist beim E-Bike-Fahren vor allem die ältere Generation. Über die Hälfte der Verunfallten trug keinen Helm.

Deutlich zugenommen haben laut Statistik die Unfälle auf dem Schulweg. Es gab dabei auch mehr Verletzte. In einem Drittel der Fälle führte ein Fehlverhalten von Schülern – zum Beispiel unvorsichtiges Überqueren der Strasse – zu Unfällen. Am stärksten gefährdet sind hier Kinder bis 14 Jahre.

Hauptunfallursache ist der Mensch

In der Region Werdenberg und Obertoggenburg ereigneten sich im Jahr 2019 total 142 Unfälle mit Sachschaden und 90 mit Personenschaden. Eine Person wurde getötet (Vorjahr 1), 11 wurden schwer verletzt (Vorjahr 7) und 98 leicht verletzt (Vorjahr 86). Die meisten Unfälle ereigneten sich in der Gemeinde Sennwald und in der Stadt Buchs.

Allgemein sind als Hauptursache für viele Unfälle zu hohe Geschwindigkeiten zu nennen, schreibt die Polizei weiter. «Hauptursache für Unfälle ist und bleibt der Mensch, der sich bewusst oder unbewusst nicht situationsgerecht verhält und in der Folge verunfallt – und dabei leider immer wieder auch Dritte gefährdet», so Philipp Sennhauser, Leiter der Verkehrspolizei. Die meisten Unfälle geschahen jeweils am Freitag, weniger unfallträchtig ist das Wochenende. Die Verteilung der Unfälle auf den Tag zeigt seit Jahren drei Tagesspitzen (Morgen-, Mittagsund Abendverkehr).

Die Anzahl der Unfälle mit der Hauptursache Alkohol hat sich im Vergleich zu den Vorjahren wieder stabilisiert, ist aber nach wie vor hoch. Die Unfälle mit Hauptursache Betäubungsmittelkonsum haben 2019 deutlich zugenommen, schreibt die Polizei.