«RhyTalk» bei der Hilti AG: Mehr Innovation mit Schwarmkreativität

«RhyTalk» war mit einer Webkonferenz bei der Hilti AG zu Gast. Dr. Richard Quaderer (Rhy Search), Prof. Dr. Peter A. Gloor und Ruedi Wagner (Hilti AG) tauchten in eine spannende Welt ein.

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In eine spannende Welt eingetaucht: (von links) Dr. Richard Quaderer (Rhy Search), Prof. Dr. Peter A. Gloor und Ruedi Wagner (Hilti AG).

In eine spannende Welt eingetaucht: (von links) Dr. Richard Quaderer (Rhy Search), Prof. Dr. Peter A. Gloor und Ruedi Wagner (Hilti AG).

PD
«Wenn man dem Glück nachjagt, wird man es nicht finden.»

(pd) Das sagt einer, der es wissen muss: Prof. Dr. Peter A. Gloor forscht am Center for Collective Intelligence am weltberühmten MIT (Massachusetts Institute of Technology) und hat das «Happimeter» entwickelt. Auf Einladung von Rhy Search hielt er im Rahmen der Reihe «RhyTalk» bei der Hilti AG in Schaan und per Webkonferenz einen spannenden Vortrag.

Das Internet, das Betriebssystem Linux und das Online-Lexikon Wikipedia sind Beispiele für Schwarmkreativität. Angestossen von einzelnen oder einer kleinen Gruppe basieren sie auf «Collaborative Innovation Networks», sogenannten COINs, und haben sich so in Rekordzeit durch die intrinsische Zusammenarbeit von Vielen zu Grossem entwickelt. Peter A. Gloor vergleicht das mit einem Bienenschwarm:

«Eine Biene alleine stirbt, nur im Schwarm kann sie Grosses vollbringen und Erfolg haben.»

Diese Kreativität von Bienen sollten auch Unternehmen nutzen, um ihre Innovationen voranzutreiben: «Erfolgreiche, innovative Firmen haben einen gut funktionierenden Schwarm, der das Wettbewerbsstreben aller hin zur Zusammenarbeit kanalisiert. Die Person an der Spitze der Innovation ist sozusagen die Bienenkönigin – sie hat die Aufgabe, motivierte Mitarbeitende mit guten Ideen zu finden, zu vernetzen und sie zu steuern, damit die Kreativität des Schwarms in die richtige Richtung geht.»

Von Zusammenarbeit bis zu Burnout-Gefährdung

Im Rahmen seines Vortrages gab Peter Gloor einen Einblick in seine Forschung. So wird beispielsweise an seinem Institut am MIT in Boston und bei mehreren von ihm beratenen Unternehmen die zwischenmenschliche Kommunikation, basierend auf E-Mail, sozialen Medien und in der Face-to-face Interaktion, mit dem «Happimeter» (www.happimeter.org) verbessert: Diese Smartwatch-basierte App misst Stress und Glück von Einzelpersonen und verbessert so die Zusammenarbeit in Teams.

Inzwischen hat Peter Gloor mit seinem Team die Forschungen auf Tiere und sogar Pflanzen ausgeweitet: «Mimosen erkennen, wer an ihnen vorbei läuft und sogar, wie es der Person geht», heisst es dazu in einer Medienmitteilung von Rhy Search Und mit der von ihm entwickelten App «Galaxy Social Compass» – die auch für Privatpersonen zur Verfügung steht - kann nicht nur die Zusammenarbeit von Teams, sondern sogar die eigene Burnout-Gefährdung gemessen werden.